Gronau - Die Eltern erscheinen nicht zu Sprechtagen und verfügen nur über mangelnde Deutschkenntnisse, die männlichen Schüler erkennen die Autorität weiblicher Lehrkräfte nicht an: Probleme bei der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund treten zumindest an einigen Schulen in Gronau und Epe auf. Und da die Lehrkräfte nur schlecht an die Erziehungsberechtigten herankommen, unternahm Salim Cakmak im Integrationsausschuss einen Vorstoß: Er will über Multiplikatoren in Vereinen und religiösen Gemeinschaften versuchen, Eltern und Schule näher zueinanderzubringen.
„Wir“ - damit meinte er die ausländischen Vertreter im Integrationsausschuss - „sind doch fast alle in Vereinen organisiert“, sagte er am Dienstagabend. Ob beim türkisch-islamischen Verein, bei „Austausch und Integration“ oder anderen Vereinigungen: „Überall haben wir doch gute Leute“, so Cakmak. Diese möchte er um Mitwirkung bitten. Zum Beispiel, indem sie sich bei Elternsprechtagen als Dolmetscher zur Verfügung stellen. Denn heute, so ging aus den Antworten einiger Schulen auf eine Umfrage der Verwaltung hervor, müssen oft die Kinder selbst die Gespräche zwischen Eltern und Kindern dolmetschen.







