Rathaus: Sanierung, Erweiterung oder Neubau?

Fünf Varianten stehen zur Wahl


Das Rathaus aus der Vogelperspektive: Wird das Gebäude sanier? Wird es erweitert oder entsteht ein Neubau auf dem Parkplatz nebenan? Der Bauausschuss berät in der kommenden Woche über die Varianten.Foto:
Das Rathaus aus der Vogelperspektive: Wird das Gebäude sanier? Wird es erweitert oder entsteht ein Neubau auf dem Parkplatz nebenan? Der Bauausschuss berät in der kommenden Woche über die Varianten.Foto:
(Stadt Gronau)


Gronau - Der Fahrplan steht: Bis Ende Februar will der Rat sich abschließend mit dem Thema „Rathaus“ beschäftigt haben. Fünf Varianten (von Sanierung über Erweiterung bis Neubau) stehen zur Wahl. Der Bauausschuss wird sich damit in seiner Sitzung am nächsten Dienstag (14. Februar) beschäftigen. Weitere Beratungen im Hauptausschuss (22. Februar) sollen folgen, ehe der Rat am 29. Februar eine Entscheidung treffen will. Die Bürger der Stadt haben am 17. Februar (Freitag) von 16 bis 20 Uhr Gelegenheit, sich im Rahmen eines Tages der Offenen Tür vom Zustand des Rathauses zu überzeugen und einen Blick auf die Plan-Varianten zu werfen.

Das Ingenieurbüro agn Niederberghaus & Partner aus Ibbenbüren wird im Bauausschuss die fünf Varianten vorstellen, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht worden sind. Die Varianten im Detail:


» Variante A: Energetische Sanierung des Bestandsgebäudes unter Beibehaltung des äußeren Erscheinungsbildes (Rekonstruktion der 70er-Jahre-Fassade) sowie Neubau eines freistehenden Erweiterungsbaus auf dem Parkplatz. Kosten: 16,9 Millionen Euro.

» Variante B: Energetische Sanierung des Bestandsgebäudes und Erweiterung des Gebäudes um die fehlenden Flächen; diese Variante macht eine komplett neue Fassade nötig, es würde ein neues Gebäude um das alte herum entstehen. Kosten: 15,0 Millionen Euro.

» Variante C: Neubau eines zentralen Rathauses/Abriss oder Vermarktung des bestehenden Gebäudes. Kosten: 13,3 Millionen Euro.

» Variante A1: Diese Variante untersucht die Sanierung des bestehenden Rathauses auf Minimalniveau. Berücksichtigt wurde hierbei die Erneuerung der Haustechnik und eine Sanierung der Gebäudehülle. Die Großraumbüros würden aber bleiben. Kosten: 12,4 Millionen Euro.

» Variante C1: Diese Lösung geht von einem Neubau aus, in dem das heute im Rathaus vorhandene Raumprogramm untergebracht wäre (bei Abriss oder Vermarktung des bestehenden Rathauses). Kosten: 12,5 Millionen Euro.

Wichtig für die Vergleichbarkeit: Bei allen Varianten wurden die heute ausgelagerten Bereiche Jugendamt (derzeit in der „Brücke“) und Teile des Sozialamtes (derzeit Amtshaus Epe) wieder in das Rathaus integriert. Gleichzeitig gehen die Varianten aber davon aus, dass das gesamte Baudezernat in eine andere städtische Liegenschaft (etwa Amtshaus Epe) ausgelagert würden.

Vertreter des Ingenieurbüros agn werden alle Varianten im Bauausschuss (14. Februar, 18 Uhr, Rathaus) erläutern. Die Sitzung verspricht dabei sehr zahlen- und technikorientiert zu werden - die Machbarkeitsstudie der agn umfasst rund 100 Seiten, gespickt mit Zahlen, Daten und Grafiken.

VON KLAUS WIEDAU, GRONAU


07 · 02 · 12





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