-ahil- Gronau. „Wer ist Hanne Viehoff, und was malt sie denn so?“ Das waren die wohl am häufigsten gestellten Fragen an die Organisatoren der Ausstellung mit Aquarellbilder und Bilder in Mischtechniken der Gronauerin, die derzeit im Wartezimmer der Anästhesie des St.-Antonius-Hospitals zu sehen sind. Zur Eröffnung - mit musikalischer Begleitung an der Gitarre (Johann Isselstein) und am Klavier (Max und Charlotte Rebers) konnte Dr. med. Günter Lippert, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, viele Gäste begrüßen. Xenia Lorenz- Rebers, Kulturmanagerin und Öffentlichkeitsbeauftragte des Krankenhauses, stellte Hanne Viehoff und ihr Kunstverständnis vor. Ohne eine fundierte, künstlerische Ausbildung gehe es nicht, zitierte sie Hanne Viehoff: „Kenntnisse und Übung in Perspektive, Bildaufbau, Komposition, Wirkung von Farben und das Wissen diverser Techniken müssen erlernt werden. Erst dann kann der eigentliche künstlerische Prozess beginnen - nämlich das Vermischen von erlernten Fertigkeiten mit dem eigenen Ausdruck, dem, was ich mitzuteilen habe.“ Für die Malerin so Lorenz- Rebers, sei Kunst eine Form von Kommunikation, durch die sie die Menschen erreichen wolle. Was letztendlich beim Betrachter ankäme, bliebe jedem selbst überlassen. Ihr Grundsatz lautet: „Meine Bilder sollen natürlich ,schön‘ sein, jedoch nicht gefallen.“ Sie sieht Malen als Grundbedürfnis und sagt ganz klar: „Ich male nicht, um anderen zu gefallen, und ich lasse mich nicht verbiegen.“ Kritisch sähe die Künstlerin die Funktion von Kunstakademien, so Lorenz-Rebers, eine freie Entfaltung sei für junge Künstler dort oft schwierig, denn häufig würde vorgegeben werden, was „in“ sei. Daher hält Hanne Viehoff Distanz zu Kunstakademien und malt, was ihr gefällt. Als Motive dienen vor allem Landschaften und Naturbilder aus ihrer Heimat - dem Münsterland. Hanne Viehoff stand an diesem Abend allen Besuchern Rede und Antwort. Begeistert war sie von der Idee „Kunst im Krankenhaus“, denn als Kind, so erinnerte sie sich, habe sie an den Wänden im Krankenhaus immer etwas gesucht, das sie ablenken würde. Umso glücklicher war sie mit dem Ergebnis der Ausstellungseröffnung.
Nach Beendigung der Ausstellung im Krankenhaus werden die Bilder - neben einigen neuen Arbeiten - im WZG Gronau gezeigt.