Gronau/Niamey - Auf den ersten 1300 Kilometern, die der Gronauer Lkw vom Hafen Cotonou in Benin bis zu seinem zukünftigen Einsatzgebiet im Niger zurücklegte, wurde schon deutlich, dass er nicht für die Straßen Afrikas gebaut war. Viel zu tief gelegt sein Chassis, viel zu fragil der Aufbau des Anhängers. Die erste Handlung des Teams, das sich mit dem kleinen Hilfskonvoi, bestehend aus Lkw, Pkw mit Allradantrieb und medizinischen Gerätschaften, auf den Weg nach Niamey gemacht hatte, bestand darin, den Umbau des Lasters in Auftrag zu geben.
Achim Lux vom Gronauer Niger-Aktiv-Kreis ist heute noch voll der Bewunderung für die geschickten Mechaniker, die es schafften, innerhalb weniger Tage aus dem eigentlich für niederländische Autobahnen ausgelegten Fahrzeug einen Allround-Transporter zu machen. Gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Omar Barke, in der Hauptstadt von Niger geboren und aufgewachsen, und dem deutschen Arzt Dr. Jörg Mergenthaler aus Lüdinghausen, ebenfalls ein Schwiegersohn des Gronauers, hatte er vor Weihnachten 2008 den Flug in die afrikanische Heimat von Omar Barke angetreten. Zweck der Reise war es, in Niamey, wo eine Schwester von Omar als Hebamme arbeitet, eine mobile Geburtsstation einzurichten (WN berichteten).