Nicht alles, was glänzt, ist Gold wert


Einmal im Jahr bieten die Münzfreunde in der Volksbank Raesfeld kostenlos Münzbestimmungen und Wertschätzungen an.
Einmal im Jahr bieten die Münzfreunde in der Volksbank Raesfeld kostenlos Münzbestimmungen und Wertschätzungen an.
(Foto: Bosse)


RAESFELD (bos). Nicht jedes Fünf-D-Mark-Stück ist umgerechnet ungefähr 2,50 Euro wert. Eine Erkenntnis, die Interessierte beim Bestimmungstag der Raesfelder Münzfreunde gestern in der Raesfelder Volksbank gewinnen konnten. Nicht ganz so viele Kunden wie im Jahr zuvor kamen diesmal in die Bank, um ihre Münzen schätzen zu lassen. Das eine oder andere Schätzchen war darunter.

Ein Borkener zum Beispiel hatte ein Sammelalbum mit Fünf-D-Mark-Münzen dabei, wollte sich schlau machen und konnte sich anschließend freuen. Eine Münze aus dem Jahr 1958 vom Germanischen Museum war in seiner Sammlung und liegt laut Liste bei rund 400 bis 500 Euro. Auch weitere „Fünfer“ aus den 1970er und 1980er Jahren finden sich in der Sammlung. „Die haben aber nicht mehr einen so hohen Sammlerwert und liegen bei zirka sechs bis acht Euro“, klärte Josef Schulte von den Münzfreunden auf. „Sammler, die noch einige Fünf-D-Mark-Münzen im Schrank haben, sollten besonders darauf schauen, ob die ersten Münzen aus den Jahren 1952 bis 1957 drunter sind, hieß es gestern. Besitzer dieser Münzen können sich über erhöhten Wert freuen“, erklärte Josef Schwardtmann von den Münzfreunden.

Neben den genannten Jahrgängen komme es auch noch auf die Buchstaben der jeweiligen Prägeanstalten an. „Der Buchstabe A stand ganz früher für die Prägestätte Berlin, und den gibt es heute erst wieder seit der Wiedervereinigung“, so Schwardtmann. Wer solch´ eine Münze findet, sollte auf keinen Fall versuchen, die Münze zu reinigen, die Patina entfernen oder in ein Pflegebad legen. „Auf keinen Fall sollten die Münzen aufpoliert werden oder in ein Silberbad gelegt werden. Sie sollten erst vom Fachmann begutachtet werden, danach kann man immer noch klären, wie diese am besten gereinigt werden kann“, fügte der Münzexperte hinzu.

Ein weiterer „Kunde“ der Münzfreunde hatte einen Silberdollar aus Kanada mitgebracht, den er Mitte der 1990er Jahre für rund 20 D-Mark gekauft hatte. Der Wert hat sich nicht vervielfacht, sondern liegt jetzt nur noch bei rund sechs bis sieben Euro. Nicht alles was glänzt, ist also Gold wert. Eine Erfahrung, die so mancher Besucher an diesem Tag gemacht hat.



18 · 11 · 11





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