Raesfeld (pd/era). In Raesfeld hat die Telekom jetzt den ersten LTE-Standort aufgebaut.
LTE steht für Long Term Evolution und bezeichnet die vierte Mobilfunkgeneration (4G), mit der die weißen Flecken auf der Landkarte der Telekommunikationstechnologien geschlossen werden können. Niemand müsse mehr warten, bis in seinem Ort das Glasfasernetz ausgebaut wird. In Kürze würden die Menschen Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach über die Luft schicken - und zwar in ähnlich hoher Geschwindigkeit wie im Festnetz, heißt es in der Pressemitteilung der Telekom. Wie Dr. Elisabeth Schwenzow von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Borken kürzlich betonte, mache LTE die Verlegung von Glasfaserleitungen nicht überflüssig. Vielmehr garantiere das Glasfasernetz, dass von den einzelnen LTE-Funkmasten, die Daten schnell weiter transportiert würden.
„4G-Standorte haben eine Reichweite bis zu zehn Kilometern“, sagt Thomas Ebert, Leiter Technik Mobilfunk der Telekom Deutschland in NRW. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch die Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht so gut versorgt waren.“
Die Telekom plant, bis Jahresende bundesweit fünfhundert weitere Standorte mit LTE zu versorgen.
„Aus Sicht der Landesregierung Nordrhein Westfalen ist der schnelle Zugriff auf das Internet ein zentraler Standortfaktor und ein Kernelement ihrer Breitbandstrategie“, sagt NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger. „Deshalb begrüße ich es ausdrücklich, dass die Deutsche Telekom nun den Startschuss für den LTE-Ausbau in unserem Land gegeben hat.“
„Der schnelle Internet-Zugriff ist von zentraler Bedeutung - egal ob für Unternehmen oder Privathaushalte. Deshalb begrüßen wir es, dass die Telekom heute den Startschuss für den LTE-Ausbau in NRW gegeben hat“, sagt Dr. Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte und Gemeindebundes NRW. Speziell für Regionen, die mit einer Leitungsanbindung noch nicht erschlossen werden können, ist die Funklösung eine vielversprechende Alternativtechnologie.“
„Auf dem Land zu leben, muss nicht gleichzeitig technischer Stillstand bedeuten“, kommentiert der Raesfelder Bürgermeister, Andreas Grotendorst.
„Wir freuen uns, dass die Telekom uns und die Nachbargemeinden mit dem neuen Hochgeschwindigkeitsinternet ausgestattet hat. Diese Infrastruktur macht unseren Standort nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatleute deutlich attraktiver.“
Die für LTE erforderlichen Empfangsgeräte sind voraussichtlich ab Frühjahr 2011 verfügbar.
Ab sofort bietet die Telekom Kunden und Interessenten die Möglichkeit, sich auf einer Webseite für die neue 4G-Technik und das entsprechende Angebot Call and Surf Comfort via Funk vormerken zu lassen. Nach der Registrierung unter
www.telekom.de/4g erhält der Kunde weitere Informationen, die in den nächsten Wochen kontinuierlich erweitert werden, so die Telekom.