Ascheberg - Der Löschzug Ascheberg der Freiwilligen Feuerwehr ist im vergangenen Jahr 72 Einsätze gefahren. Zum Rückblick von Löschzugführer Reinhard Poppe auf das Jahr 2011 gehörte aber mehr als 39 Brandeinsätze, fünf Unfälle mit eingeklemmten Personen, vier Sturm- und Wasserschäden, neun Ölspuren und Ölunfälle, zehn Menschen in Notlagen und fünf technischen Hilfseinsätzen. Vorbereitet haben die Feuerwehrleute sich auf 22 Dienstabenden zu denen für Gerätewarte und Führungskräfte weitere Treffen kamen. Zahlreiche Lehrgänge haben den Frauen und Männern das nötige Wissen vermittelt. Obendrauf kommen noch das Begleiten von Schützen, St. Martin, der Friedhofsgang beim Volkstrauertag und einiges mehr. Der Feuerwehralltag hat keinen Grund über Langeweile zu klagen.
Der Löschzug Ascheberg verfügte zu Jahresbeginn über 49 Aktive, zwei Neuzugängen standen vier Abgänge gegenüber. In der Ehrenabteilung sind 19 Kameraden der Wehr weiter verbunden. Poppe und auch der stellvertretende Wehrführer Rainer Koch sind mit der Zahl der Einsatzkräfte zufrieden, ihnen liegt aber die Tagesverfügbarkeit im Magen. Deswegen benannten auch beide einen Umstand, der die entspanntere Atmosphäre zum Rathaus (Koch: „Die Tür von Bürgermeister Dr. Risthaus steht immer offen) getrübt hat. Dass die Gemeinde vergangenes Jahr einen Bauhofleiter und einen Hausmeister ohne Bezug zur Feuerwehr einstellt hat, stört die Blauröcke. „Unsere ständigen Hinweise auf das größte Problem haben leider nicht gefruchtet“, sind Koch und Co. bitter enttäuscht.
Reinhard Poppe griff einen WN-Bericht auf, der von einem Verlust von 2000 Feuerwehrkameraden in NRW pro Jahr sprach: „Wir haben schon 1988 vorgebaut und die Jugendfeuerwehr gegründet. Ohne diesen Nachwuchs würde es eng werden.“ Fünf neue Mitglieder wurden in die 15-köpfige Gruppe aufgenommen. Ihr umfangreiches Programm schilderte Lisa-Marie Averkamp. Für die Ehrenabteilung trug Paul Niesmann das Jahresprogramm vor.
Im diesem Jahr macht der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg beim Löschzug Ascheberg Station. Am 13. Mai öffnen sich an der Lüdinghauser Straße die Rolltore. Rainer Koch blickte bei den Terminen schon ins nächste Jahr: „Zum 25-Jährigen unserer Jugendfeuerwehr richten wir das Pfingstlager aus. Dort ist jede Hilfe willkommen.“
Der Freiwilligen Feuerwehr steht in diesem Jahr eine neue Wehrführung ins Haus. Rainer Koch berichtete: „Franz Schlüchter erreicht in diesem Jahr die Altersgrenze, er wird 60 Jahre alt. Zurzeit sieht es so aus, dass ich es machen soll. Daniel Heitbaum aus Herbern hat sich bereit erklärt Stellvertreter zu werden.“ Auf Dienstversammlungen werden die Personalien mit allen Feuerwehrleuten besprochen ehe Bürgermeister Dr. Risthaus die neue Wehrführer ernennen kann.
Persönliches:
Christine Rüschenschmidt absolvierte einen Truppführerlehrgang mit „sehr gut“, wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert und übernimmt von Dominik Baumhöver das Amt der stellvertretenden Leiterin der Jugendfeuerwehr.
Jennifer Olbrich erhielt das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und die Urkunden für einen Jugendgruppenleiterlehrgang, einen Maschinistenlehrgang und einen Grundlehrgang, den auch
Johannes Averkamp erfolgreich absolvierte.
Christoph Hohenhövel bestand einen Atemschutzgeräteträger-Lehrgang.
Nico Halsstrick und
Jendrik Mueller sind nun ausgebildete Sprechfunker.
Thomas Averkamp war bei einem ABC-Einsatz-Lehrgang aktiv.
Sven Niesmann, Nils Haverkamp und
Kai Focke erhielten die Jugendflamme Stufe eins.
Justin Engelmann, Andre Pelster, Simon Kühnhenrich, Pascal Kehrenberg und Lucas Scheibe sind die neuen Mitglieder der Jugendfeuerwehr.
Lutz Walter wurde aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung verabschiedet.
Ludger und Jennifer Olbrich, Markus Kimmina, Tobias Klaas und Christoph Hohenhövel bilden den Festausschuss.
Thomas Averkamp und Markus Kimmina prüfen die Kasse.
Johannes Averkamp, Matthias Wiebusch und Marco Blix sind die Delegierten für die Kreisfeuerwehrversammlung.