Weihnachts-Deko bei 30 Grad


Jacqueline Skvorc zeigt das Wappen von Costa Rica, das auch auf der Flagge zu finden ist. Foto:loe
Jacqueline Skvorc zeigt das Wappen von Costa Rica, das auch auf der Flagge zu finden ist. Foto:loe


coesfeld. Für fast ein Jahr hat sie ihre Familie und Freunde zurückgelassen, um in einem weit entfernten Land neue Erfahrungen zu sammeln. Nun ist sie wieder in Deutschland und erleichtert. "Es hat sich fast nichts verändert", sagt Jacqueline Skvorc, die in einer Kindertagesstätte in Costa Rica gearbeitet hat.

Während ihres Ausland-Aufenthaltes haben wir die 21-Jährige bereits begleitet und ihre Erfahrungen veröffentlicht.


Wenn Jacqueline auf die Zeit zurückblickt, fallen ihr zum größten Teil positive Erinnerungen ein. "Es war sehr schön zu reisen, jeden Tag zum Strand gehen zu können und das Wichtigste - meine Familie war sehr nett und herzlich." Insgesamt hatte sie sechs Gastgeschwister. Doch die Verständigung war anfangs nicht so einfach, wie das Mädchen es sich zuvor vorgestellt hatte. "Ich dachte eigentlich immer, dass ich ganz gut Spanisch sprechen und verstehen kann", sagt sie schmunzelnd. Doch in den ersten Wochen habe sie extreme Schwierigkeiten gehabt, ihre Mitmenschen zu verstehen.

Die Zusammenarbeit mit den Kindern hat ihr sehr gut gefallen. "Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Kinder entwickeln", betont Jacqueline. Deshalb wünscht sie sich, die Kinder noch einmal wiederzutreffen. "Ich hoffe, dass sie sich dann an mich erinnern können."

In Costa Rica hat sie extrem gemerkt, was dieses Land von Deutschland unterscheidet. "Wegen eines Nationalfeiertages in diesem Monat haben die Menschen bereits im August alles feierlich geschmückt", staunt Jacqueline. "Es ist schön zu sehen, wie stolz sie auf ihr Land sind." Dies sei aufgrund des Zweiten Weltkrieges in Deutschland gar nicht möglich. Aber auch zur Weihnachtszeit war alles in Costa Rica geschmückt - trotz 30 Grad Celsius, Sonne, Strand und Meer. "In wirklich jedem Schaufenster war weihnachtlicher Kitsch zu finden", sagt sie lachend.

Was hat ihr das Jahr im Ausland nun gebracht?

"Insbesondere durch die Arbeit mit den Kindern bin ich verantwortungsvoller und selbstständiger geworden." Darüber hinaus bringen sie die Spanischkenntnisse nun auch in ihrem beruflichen Werdegang weiter. "Ab Oktober werde ich in Köln Spanisch und Englisch studieren", so Jacqueline. Danach wolle sie dann Dolmetscherin werden.

"Die schönen Momente, die ich in Costa Rica erlebt habe, sind Erfahrungen fürs Leben und das Auslandsjahr ist absolut weiterzuempfehlen", zieht die angehende Studentin ein Fazit.



22 · 09 · 11





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