Eröffnung am Samstag

"Das Tor" soll Erinnerung bewahren


Freuen sich über die offizielle Eröffnung des neuen Stadtmuseums "Das Tor" zu den Themen Nationalsozialismus und jüdisches Leben und schneiden das obligatorische rote Band durch: (v.l.) Heinrich-Georg Krumme (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland), Bürgermeister Heinz Öhmann, Prof. Dr. Wilfried Stichmann (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung), Dr. Barbara Rüschoff-Thale (LWL-Kulturdezernentin), Edith Eckert-Richen (Vorsitzende des Heimatvereins Coesfeld) und Projektleiter Georg Veit. Foto:jd
Freuen sich über die offizielle Eröffnung des neuen Stadtmuseums "Das Tor" zu den Themen Nationalsozialismus und jüdisches Leben und schneiden das obligatorische rote Band durch: (v.l.) Heinrich-Georg Krumme (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland), Bürgermeister Heinz Öhmann, Prof. Dr. Wilfried Stichmann (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung), Dr. Barbara Rüschoff-Thale (LWL-Kulturdezernentin), Edith Eckert-Richen (Vorsitzende des Heimatvereins Coesfeld) und Projektleiter Georg Veit. Foto:jd


Coesfeld. Es soll identitätsstiftend sein, sich zum Zentrum für Geschichtsarbeit entwickeln und die Erinnerung bewahren, und zwar an das, was während des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür passiert ist. Die Erwartungen und Hoffnungen, die an das Stadtmuseum "Das Tor" geknüpft sind, sind hoch.

"Dafür war auch ein Wust an Detailarbeit und Koordination nötig", erinnerte sich Bürgermeister Heinz Öhmann während der offiziellen Eröffnung am Samstag.


Trotz schwieriger Bedingungen sei es nun gelungen, zwei besondere Räume mit Wissen zu füllen. "Mit diesem ersten Teilabschnitt ist ein Museum für alle Sinne entstanden. Jedes Detail ist durchdacht", so der Bürgermeister. Das Zusammenwirken der vielen Ehrenamtlichen, der Beteiligten und der Sponsoren sei in eine grandiose Leistung gemündet. Heinz Öhmann appellierte an alle Anwesenden, "mit der heutigen Energie den Weg weiter zu gehen."

Diesen eingeschlagenen Weg würdigte auch Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin. "Etwas ganz Besonderes ist das Schülerlabor im Turmzimmer. Es macht den modernen Erinnerungsort komplett." Gerade auch für Schulen besäßen die Inhalte eine große Relevanz, denn "Kultur ist das, was uns ausmacht."

Trotz Zeiten knapper Kassen habe sie gerne das Geld zur Förderung bereit gestellt. "Und ich bin auch dankbar, dass die Stadt trotz der drastischen Kürzungen der Landesmittel den Kopf nicht in den Sand gesteckt hat." Es sei wichtig, Geld in die Hand zu nehmen und einen aktuellen Standard zu bewahren.

Der Meinung war auch Prof. Dr. Wilfried Stichmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung: "Dieses Konzept des Museums hebt sich wohltuend von anderen Heimatmuseen ab."

Doch mit der Eröffnung kehrt keineswegs Ruhe in das Projekt, wie Christian Wermert vom Kreisheimatverein deutlich machte. "Wir werden uns Gedanken machen um die nächsten Räume, die mit Leben gefüllt werden müssen und auch ein museumspädagogisches Programm gestalten." Und erster Beigeordneter Thomas Backes ergänzte: "Jetzt müssen wir sehen, wie wir die Aufgaben neu verteilen für die kommende Zeit."



29 · 01 · 12





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