Marktbummel mit Hannelore Kraft 


Blumen von der Dame: SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft verteilte am Freitag 300 rote Rosen auf dem Marktplatz, so auch an den Gemüsehändler Daniel Heyden. Links ist Landtagskandidat André Stinka zu sehen.
Blumen von der Dame: SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft verteilte am Freitag 300 rote Rosen auf dem Marktplatz, so auch an den Gemüsehändler Daniel Heyden. Links ist Landtagskandidat André Stinka zu sehen.
(Foto: Repöhler)


Dülmen. Lisa Stremlau hat es geschafft. Die SPD-Spitzenkandidatin fegte den weißhaarigen Amtsinhaber weg - als strahlende Wahlsiegerin. Was Jan Dirk Püttmann (CDU) als Bürgermeister geschah, droht bei der Landtagswahl am 9. Mai auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), meinen SPD-Sympathisanten. Bürgermeisterin Lisa Stremlau heißt die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft am Freitag vor dem Rathaus willkommen. Die beiden roten Damen plauschen kurz über Dülmen. „Schön, was Du aus dieser Stadt machst“, gratuliert Hannelore Kraft. Sie hakt nach zur Situation der Schulen vor Ort. „Es sieht knapp bei den Anmeldungen für die Ortsteilschulen aus. Aber der Wille ist da, sie zu erhalten“, sagt Stremlau.

Gemeinsam mit dem SPD-Landtagskandidaten André Stinka, dem Vorsitzenden Jürgen Uckelmann und Waltraud Bednarz, der Fraktionschefin im Rat, stürzt sich Hannelore Kraft dann für eine dreiviertel Stunde in den Trubel auf dem Wochenmarkt. Gezielt geht sie von Stand zu Stand und auf die Passanten zu, um Rosen zu verteilen und das Gespräch mit den Dülmenern zwischen Spargel und Kartoffeln zu suchen. Mit dabei ist eine Meute von Kamerateams, so von ZDF, RTL und Reuters. Als ein Kameramann einen Passanten anrempelt, gibt es für den Dülmener zum Trost eine Rose von Hannelore Kraft. Wegen des Flugverbotes war es für die örtliche SPD gar nicht so einfach, die 300 Blumen zu besorgen.


Die Genossen vor Ort kennt Hannelore Kraft gut, mit vielen ist sie per Du. „Gehen Sie wählen. Es lohnt sich.“ Gebetsmühlenartig fordert sie die Markthändler und -kunden auf, zwei Kreuze zu machen. „Sie macht einen netten Eindruck. Eine freundliche Frau“, urteilt Beschicker Daniel Heyden, dem sie die Rose zwischen Äpfeln und Salat reicht.

Am Fischwagen trifft sie auf Bernhard und Beate Stinka, die Eltern des SPD-Landtagskandidaten. „Danke dafür, dass Sie ihn uns produziert haben. Den brauchen wir“, sagt Hannelore Kraft.

Am Spargelstand von Austerschulte verspricht ihr eine ältere Frau, wählen zu gehen. „Aber welche Partei, das weiß ich noch nicht“, sagt diese spitzbübisch. Stinka rät ihr, die Broschüre zu lesen, die Hannelore Kraft ihr zusteckt. „Unser Schwerpunkt sind die Kinder. Für ihre Ausbildung wollen wir etwas tun“, verspricht die Spitzenkandidatin.

Am Käsewagen dreht sich eine Passantin um. Als sie die Kameras sieht, fragt sie: „Wer ist das überhaupt?“ Am 9. Mai wird sie es wissen, ist sich die SPD sicher.

VON RALF REPÖHLER


23 · 04 · 10





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