Dülmen. Nach Ansicht von Bernhard Wautmann, Inhaber des gleichnamigen Fernsehfachgeschäftes in Dülmen, geht derzeit „richtig die Post ab.“ Schließlich sind es nicht einmal mehr 88 Tage, bis das Ende des analogen Zeitalters im Satelliten-Fernsehen da ist. „Ab da bleibt der Bildschirm schwarz, wenn man nicht rechtzeitig auf digital umgerüstet hat.“ Gerade viele Hausverwaltungen, auch in Dülmen, ließen diese Umstellungen derzeit vornehmen. „Das funktioniert eigentlich recht einfach“, sagt der Fachmann. Wenn keine Extras gewünscht werden, seien die Arbeiten in nicht einmal einer Stunde erledigt.
Marcel Oberstadt, Verkäufer im Dülmener Expert-Fachgeschäft Langenkämper, hatte sich den Ansturm zwar schlimmer vorgestellt, kann sich über mangelnde Arbeit derzeit aber auch nicht beklagen. „Ich spüre bei den Kunden zudem eine gewisse Verunsicherung“, hat der Verkäufer eine Menge Info-Gespräche zu führen. Er gibt aber zum Teil Entwarnung: „Betroffen sind nur Nutzer, die Fernsehen analog via Satellit schauen. Radio ist von der Maßnahme auch unberührt.“ Wer also Fernsehen per Kabel empfängt, braucht nichts zu machen. „Ich schätze, dass rund 20 Prozent der älteren Dülmener Fernsehen noch analog über Satellit empfangen.“