Entscheidung gefallen: Künftig nur noch zwei Dülmener Kirchengemeinden


Weihbischof Dieter Geerlings (Mitte) teilte gestern Abend zusammen mit dem Fusionsbeauftragten Wilfried Renk (l.) die Entscheidung des Bistums Münster mit. Hausherr Dechanat Davis Puthussery (r.) begrüßte die Vertreter aller Dülmener Pfarrgemeinden im Pfarrheim St. Joseph.
Weihbischof Dieter Geerlings (Mitte) teilte gestern Abend zusammen mit dem Fusionsbeauftragten Wilfried Renk (l.) die Entscheidung des Bistums Münster mit. Hausherr Dechanat Davis Puthussery (r.) begrüßte die Vertreter aller Dülmener Pfarrgemeinden im Pfarrheim St. Joseph.
(Claudia Marcy)


Dülmen. Die Entscheidung über die künftige Gemeindestruktur Dülmens ist gefallen: Es soll nur noch zwei etwa gleich große Kirchengemeinden geben, aber keine Landpfarrei. Weihbischof Dieter Geerlings teilte Mittwochabend im Pfarrheim St. Joseph den Vertretern der katholischen Gemeinden diese Entscheidung des Bistums Münster mit.

Die Versammlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Anschluss an das gut 80-minütige Treffen informierte der Katholische Kreis-Informationsdienst des Kreisdekanates Coesfeld über das Ergebnis.


Das Bistum sieht für Dülmen zwei katholische Kirchengemeinden vor. Die Lösung orientiert sich am gemeinsamen Vorschlag fast aller Dülmener Kirchengemeinden (außer Rorup) laut Schreiben vom 26. Januar an den Weihbischof. Es ist die so genannte Münsterstraßenlösung. Das bedeutet die Bildung jeweils einer Pfarrei rechts und links der Münsterstraße.

Zusammengeführt werden die Gemeinden Heilig Kreuz Dülmen, St. Pankratius Buldern und St. Georg Hiddingsel mit zusammen rund 15.120 Gemeindemitgliedern.

Eine zweite Pfarrgemeinde mit rund 16.325 Gemeindegliedern bilden zukünftig St. Viktor Dülmen, St. Joseph Dülmen, St. Mauritius Hausdülmen, St. Antonius Merfeld, St. Agatha Rorup und St. Jakobus Karthaus.

Dem Wunsch Rorups nach einer „Landpfarrei“ wurde damit nicht entsprochen.

Die Roruper Vertreter zeigten sich von dieser Entscheidung enttäuscht: Die Gemeinde St. Agatha hatte sich in einer Versammlung gegen eine große Kirchengemeinde und für eine „Landpfarrei“ ausgesprochen.

Ausdrücklich hob Weihbischof Geerlings zusammen mit dem Leiter der Stabsstelle Gemeindefusionen Wilfried Renk vom Bischöflichen Generalvikariat hervor, dass die zeitliche Umsetzung der Fusionen (Zusammenführungen) noch festzulegen sei. Bis zum Jahre 2015 sollen die bisherigen pastoralen Räume in neue Kirchengemeinden überführt werden.

Der Gemeinde Heilig Kreuz, die erst die Fusion mit Maria Königin bewältigt hat, bat darum, mehr Zeit für die neue Zusammenführung zu bekommen. Der Weihbischof sagte, dass dies „denkbar“ sei.

Der Bischof, der zu Beginn des Treffens die freundliche Atmosphäre in Dülmen lobte, betonte gegenüber allen Gemeindevertretern, dass es wünschenswert sei, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Nun wird es in nächster Zeit in Dülmen Gespräche geben, um gemeinsam weitere Schritte abzusprechen, heißt es in der Pressemitteilung.

VON CLAUDIA MARCY


08 · 02 · 12





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