Dülmen. Aus Politik, Verwaltung und auch aus dem Reit- und Fahrverein, der auf dem Gelände der ehemaligen St.-Barbara-Kaserne eine neue Reithalle errichtet, waren zuletzt kritische Stimmen zu hören, was die Vermarktung für das Projekt „Wohnen mit Pferd“ durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) angeht.
Dabei ist die Idee reizvoll: Auf einer Fläche von 38.210 Quadratmetern können die Bauherren ihr Pferd direkt am Haus halten. Neben einem Pferdestall wäre auch Auslauffläche für das Pferd vorhanden. Die Grundstücke werden Interessenten in unterschiedlichen Größen - je nach Bedarf und Nachfrage - angeboten.
Und Fridolin Stephan, der für die BImA Käufer in Dülmen sucht, ist zuversichtlich, dass das gelingen kann: „Wir haben regelmäßig Interessenten zu Gast auf dem Gelände.“ Durch die anziehende Konjunktur steige das Interesse spürbar.
Wer sich nicht mit Stall und Wiese einkaufen will, dem bietet die BImA den Bau von reinen Einfamilienhäusern auf insgesamt 16.280 Quadratmetern an. „Auch diese Wohnhäuser bieten sich mit Blick auf das benachbarte Reitsportzentrum für Pferdeliebhaber an“, erklärt Stephan. Für das Areal „Wohnen mit Pferd“ veranschlagt die BImA einen Kaufpreis von insgesamt 1,14 Millionen Euro für das reine Wohnbaugrundstück 1,38 Millionen Euro. „Auch ein Erwerb von Teilflächen ist möglich“, versichert Stephan.
Zeitgleich mit den beiden Wohnbauprojekten will die BImA auch Gewerbe auf dem Kasernengelände ansiedeln. Insgesamt rund 130.000 Quadratmeter im südlichen Bereich werden angeboten.
Als Abstand zu den geplanten Wohngebieten müsste ein Grünstreifen erhalten bleiben, Abriss- und Erschließungskosten verblieben beim Investor. Hohe Hürden, doch auch hier ist Stephan zuversichtlich: „Die Gespräche laufen, wir treiben die Vermarktung in Dülmen mit Nachdruck voran.“ Zwar sei noch kein Abschluss getätigt worden, doch das sei auch nicht verwunderlich: „Die Ausschreibungsfrist endet am 31. März. Wir haben sie extra verlängert, da wir einen Zulauf an Interessenten feststellen konnten.“
Die Frage, ob sich rund um die neue Reithalle bald Pferdeliebhaber ansiedeln, dürfte also in Kürze beantwortet werden. Sollte das gelingen, steigt die Chance, außer der neu entstehenden Reithalle auch das ursprünglich angedachte Reitportzentrum mit Turnierplatz und Zuschauertribüne umzusetzen. Exposés zu den Bauprojekten finden sich im Internet.
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