Inklusions-Beirat soll kommen


Diskutierten über Inklusion im Kreis Coesfeld: v. l. Harry Junghans (Awo), Gabriele Markerth (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Landrat Konrad Püning, Horst Prox (KICS), Joachim Erdmann (Diakonie), Marion Kahn (Diakonie), Superintendent Joachim Anicker und Dieter Schwörer (DRK). Foto: ds
Diskutierten über Inklusion im Kreis Coesfeld: v. l. Harry Junghans (Awo), Gabriele Markerth (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Landrat Konrad Püning, Horst Prox (KICS), Joachim Erdmann (Diakonie), Marion Kahn (Diakonie), Superintendent Joachim Anicker und Dieter Schwörer (DRK). Foto: ds


Dülmen. Menschen mit Behinderung soll eine Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglicht werden. Wie diese Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention im Kreis Coesfeld in die Tat umgesetzt werden kann, und dass es dabei nicht nur um den Bereich Bildung geht, diskutierten am Donnerstagabend im St. Barbara-Haus in Dülmen rund 30 Teilnehmer des Neujahrsempfangs der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Kreis Coesfeld. Festredner war Horst Prox von der Kreis-Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke und deren Angehörige (KICS), der die Bildung eines Inkusions-Beirates anregte, um das Thema im Kreis Coesfeld begleiten zu können: "Die KICS bietet hierfür die bescheidene Mithilfe an." Am Beispiel der Barrierefreiheit, erläuterte der 74-jährige KICS-Sprecher, der auch in Selbsthilfe-Organisationen auf Landesebene mitarbeitet, wie die Beteiligung von Betroffenen dazu beitragen kann, Probleme sachgerecht zu lösen: So wurden unter KICS-Mitwirkung die Kreishäuser in Coesfeld umgestaltet. Die Ehrenamtlichen wurden auch bei verschiedenen Infrastrukturmaßnahmen erfolgreich eingebunden: von der Modernisierung von Bahnhöfen in Coesfeld und Appelhülsen bis zur Neugestaltung des Königsplatzes in Dülmen. "Das sind die kleinen praktischen Schritte der Inklusion", lobte AG-Sprecherin Gabriele Markerth vom "Paritätischen" das Engagement.

Proxs Vorschlag, einen Inklusionsbeirat zu gründen, stieß auf positive Resonanz. "Die Einbeziehung Betroffener ist durch nichts zu ersetzen", unterstrich Landrat Konrad Püning. Superintendent Joachim Anicker vom Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken fand den Gedanken "sehr spannend". Es sei besser, Betroffene gleich von vornherein einzubinden. Über die Umsetzung will sich jetzt die Kreisverwaltung Gedanken machen.





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