Appelhülsen/Kreis Coesfeld. Der Tornado, der über Appelhülsen fegte, ist nicht der einzige im Kreis Coesfeld. In den vergangen 20 Jahren tobte mehrere Male ein Tornado - oder eine Windhose, wie man landläufig sagt -, im Kreisgebiet und richtete dabei zum Teil erhebliche Schäden an. Oft, aber nicht immer hatten die Menschen dabei allerdings mehr Glück als die betroffenen Appelhülsener. „Es kommt ja immer darauf an, ob der Rüssel des Tornados den Boden berührt und ob dort gerade eine Besiedlung ist“, erklärt Josef Kantuzer vom Deutschen Wetterdienst Essen (DWD).
Vor zehn Jahren, am 6.6.1998, rückte die Feuerwehr Dülmen aus, nachdem eine Windhose durch Teile Dülmens raste. Wenige Kilometer weiter schlug der Tornado in Billerbeck zu. Augenzeugen zufolge war es heiß und schwül an dem Tag. Gewittrig. Die Wolken hingen tief und schwer, als berührten sie den Dom in Billerbeck. Bis dann eine Wolke zu rotieren begann und sich zu einem umgedrehten Vulkan formte. Noch heute sind Schäden dieses Ereignisses bei der Berkelquelle in Billerbeck zu sehen. Der Tornado richtete in dem Wald bei dem Wanderweg starke Schäden an. Die Zugbahn ist immer noch zu erkennen - viel Buschwerk und Wildwuchs statt Bäume. Auch umliegende Häuser wurden damals in Mitleidenschaft gezogen.