17-jährige Abiturientin gewinnt „Jugend musiziert“ an der Oboe

Teamplayerin an der Oboe


Viel Beifall erhielt Paula Schlüter auch am Sonntag beim letzten Neujahrskonzert.Foto:
Viel Beifall erhielt Paula Schlüter auch am Sonntag beim letzten Neujahrskonzert.Foto:
(west)


Lüdinghausen - Alles dreht sich bei ihr um die Musik. „Hip Hop“ hat Paula Schlüter auf ihrem MP3-Player, aber auch Klassik. Kein Wunder. Paula Schlüter spielt Oboe und ist ein musikalisches Talent, das jetzt den ersten Platz beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in ihrer Altersklasse belegte. Am Wochenende stand die 17-Jährige nicht nur bei dem Nachwuchswettbewerb im Rampenlicht. Beifall erntete die Cani-Schülerin auch beim letzten von sechs Neujahrskonzerten, bei dem sie als Solistin auftrat.

Musiker sind Individualisten! Das ist Quatsch. Paula ist Teamplayer. Ihr Wunsch war es, in einem Orchester zu spielen. Aus diesem Grunde wechselte sie vor Jahren auch das Instrument - vom Klavier zur Oboe. „Ich möchte mit vielen Leuten etwas gemeinsam erarbeiten. Alle arbeiten an einem gemeinsamen Ziel. Das ist faszinierend“, so die Zwölftklässlerin gegenüber WN4YOU. Ein Jahr lang spielte sie im Vororchester des Musikschulkreises Lüdinghausen, seit drei Jahren gehört sie zum Team des großen Orchesters.


In den vergangenen Wochen war die Schülerin im Dauerstress. Täglich wurde für den Wettbewerb und die Neujahrskonzerte geprobt. „Das hat aber auch Spaß gemacht“, versichert Paula. Auch die Konzertreise mit dem Orchester nach Israel war für sie ein Meilenstein. „Mit einer solchen Herzlichkeit in Israel empfangen zu werden, hatte ich nicht erwartet“, versichert sie.

Das Jugendsinfonieorchester ist übrigens nicht das einzige Team, in dem Paula spielt. Sie gehört auch dem sinfonischen Blasorchester Westfalen Winds an und spielt in Coesfeld bei Projekttagen mit. „Ich bin froh, dass mir meine Eltern so etwas ermöglichen“, versichert sie brav. Da bleibt für andere Hobbys nicht mehr viel Zeit - es dreht sich halt alles um die Oboe und noch etwas Klavier.

Ist die Musik ihre Zukunft? Das „Ja“ wird von einem „Aber“ verfolgt. „Musik studieren will ich nicht.“ Aber beruflich will sie auf Dauer etwas mit Musik zu tun haben. „Musikkritikerin“ wäre da eine Option. . . Und: Ihrem Instrument will sie auf jeden Fall die Treue halten und sich stetig verbessern.

Jetzt kommt jedoch zunächst einmal das Abi, versichert die Cani-Schülerin aus Nordkirchen. Und danach macht sie erst einmal ganz etwas anderes: Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südamerika schwebt ihr vor.

VON WERNER STORKSBERGER, LÜDINGHAUSEN


02 · 02 · 12





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