Kultur ein „harter“ Standortfaktor


Zum Abschluss seines Besuchs trug sich Dr. Fritz Pleitgen, assistiert von Bürgermeister Richard Borgmann, ins Goldene Buch der Stadt Lüdinghausen ein.
Zum Abschluss seines Besuchs trug sich Dr. Fritz Pleitgen, assistiert von Bürgermeister Richard Borgmann, ins Goldene Buch der Stadt Lüdinghausen ein.
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Lüdinghausen. Als Botschafter der „Metropole Ruhr“ lenkte Dr. Fritz Pleitgen den Blick auf die kulturelle Vielfalt des Ballungszentrums der „europäischen Kulturhauptstadt 2010“. In seiner Eigenschaft als Chefkoordinator warb der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks am Mittwochabend beim jährlichen Wirtschaftsgespräch der Stadt im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen für die Region mit 5,3 Millionen Einwohnern in 53 Städten und Gemeinden, die im nächsten Jahr in kultureller Hinsicht im Blickpunkt Europas steht.

„Die Kulturhauptstadt ist eine enorme Chance, das Image des Ruhrgebiets zu verändern“, blickte Pleitgen voraus. „Wandel durch Kultur, Kultur durch Wandel“ oder „Das Ruhrgebiet atmet nicht mehr Staub, sondern Kultur“, waren zwei von Pleitgen entliehene Zitate, die den Aufbruch in der nach London und Paris „drittgrößten Metropole“ Europas umschreiben. „Essen für das Ruhrgebiet“ sei ein vorläufiger Titel gewesen. Dahinter stünden zahlreiche Städte und Gemeinden. „Jetzt wird endlich mal gemeinsam gehandelt“, sieht Pleitgen erste positive Konsequenzen.


Das alte Ruhrgebiet zur Metropole entwickeln, Strukturen der Vernetzung aufbauen, Modelle für Europa und Projekte mit Nachhaltigkeit schaffen, nannte Pleitgen als Ziele der „Ruhr.2010“. Nach den Worten des Geschäftsführers „spielt Kultur im globalen Wettbewerb eine enorme Rolle“. Stadt der Künste und Kulturen (mit Menschen aus 170 Nationalitäten) sowie Impulse für Stadtentwicklung sind Themenfelder, die im kommenden Jahr in der Region der Kulturhauptstadt umgesetzt werden. Markierung früherer Standorte von Fördertürmen mit Fesselballons, die mit 60 Kilometern längste Kulturmeile auf der dann gesperrten Autobahn zwischen Dortmund und Duisburg sowie der Rhein-Herne-Kanal als „Kultur-Kanal“ nannte Fritz Pleitgen als Beispiele herausragender Projekte. Vor allem der „Kultur-Kanal“ sei eine Möglichkeit, dass sich Lüdinghausen „beispielsweise auf dem Wasserweg“ beteiligen könne. Diese Anregung nahm er mit nach Essen.

VON JOSEF KERSTING, LÜDINGHAUSEN


22 · 01 · 09





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