Lüdinghausen. Als Botschafter der „Metropole Ruhr“ lenkte Dr. Fritz Pleitgen den Blick auf die kulturelle Vielfalt des Ballungszentrums der „europäischen Kulturhauptstadt 2010“. In seiner Eigenschaft als Chefkoordinator warb der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks am Mittwochabend beim jährlichen Wirtschaftsgespräch der Stadt im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen für die Region mit 5,3 Millionen Einwohnern in 53 Städten und Gemeinden, die im nächsten Jahr in kultureller Hinsicht im Blickpunkt Europas steht.
„Die Kulturhauptstadt ist eine enorme Chance, das Image des Ruhrgebiets zu verändern“, blickte Pleitgen voraus. „Wandel durch Kultur, Kultur durch Wandel“ oder „Das Ruhrgebiet atmet nicht mehr Staub, sondern Kultur“, waren zwei von Pleitgen entliehene Zitate, die den Aufbruch in der nach London und Paris „drittgrößten Metropole“ Europas umschreiben. „Essen für das Ruhrgebiet“ sei ein vorläufiger Titel gewesen. Dahinter stünden zahlreiche Städte und Gemeinden. „Jetzt wird endlich mal gemeinsam gehandelt“, sieht Pleitgen erste positive Konsequenzen.