Projekttag am Joseph-Haydn-Gymnasium

Tabuthema Mobbing: Jeder trägt Verantwortung


Ausgehend von dem Theaterstück erarbeiteten die Klassen zusammen mit den Pädagogen, was Mobbing eigentlich ist und was dagegen unternommen werden kann.Foto:
Ausgehend von dem Theaterstück erarbeiteten die Klassen zusammen mit den Pädagogen, was Mobbing eigentlich ist und was dagegen unternommen werden kann.Foto:
(cfu)


Senden - Mit Mobbing habe ich nichts zu tun - so denken viele Schüler, doch ist ihnen dabei nicht bewusst, dass sie durch passives Zuschauen und Schweigen ebenfalls am Mobbingprozess beteiligt sind.

Der Projekttag „Spotlight-Theater gegen Mobbing“ lud die Schülerinnen und Schüler des Joseph-Haydn-Gymnasiums ein, mehr über das so oft verschwiegene Thema Mobbing zu erfahren. Ein Team des „arbeitskreis und soziale bildung und beratung“ (asb) aus Münster besuchte hierzu am Montag vier Klassen aus den Jahrgangsstufen sieben und acht.


Zum Einstieg lernten die Mädchen und Jungen anhand eines kleinen Theaterstücks in fünf „Spotlights“ die verschiedenen Facetten eines Mobbingprozesses kennen. Ausgehend von dem Theaterstück erarbeiteten die einzelnen Klassen zusammen mit den Pädagogen, was Mobbing eigentlich ist und was dagegen unternommen werden kann. Nach Mädchen und Jungen getrennt blickten die Gymnasiasten dann auf die konkrete Situation in ihren Klassen. „Wir fanden es gut, dass wir offen über Probleme reden konnten“, hoben die Schülerinnen Mareike Müller-Scheffsky und Inga Ahlborn den Vorteil der Arbeit in getrennten Gruppen hervor. Durch praktisches Ausprobieren erfuhren die Teilnehmer in Rollenspielen wie es sich als gemobbte Person anfühlt.

Gemeinsam suchten sie nach alternativen Verhaltensweisen und entwickelten Lösungen, die sie daraufhin im Klassenverbund vorstellten.

„Die Schüler sollen sensibler für Hänseleien und Ausgrenzungen gemacht werden, sodass eine Atmosphäre entsteht die das Mobben schwer macht“, erklärte Iris Wunderlich, verantwortlich für die Vorbereitung und Koordination des Projekttages am JHG, das Ziel dieser präventiven Maßnahme.

Auch wer nicht selbst aktiv ist, sondern schweigt oder als Zuschauer mitlacht, duldet dadurch das Mobbing. Deswegen ist es dem Arbeitskreis (asb) wichtig, den Jugendlichen ihre Verantwortung bewusst zu machen, die sie im Mobbingprozess sowohl als Mobbende oder Gemobbte aber auch als Zuschauer tragen.

„So ein Projekttag ist gut, damit die Schüler Zeit haben, über ihre Situation zu reden und nachzudenken“, verwies die Leiterin des Spotlight-Projektes, Annette Michels, auf die Bedeutung dieses Projekttages außerhalb des alltäglichen Unterrichts.

Das Spotlight-Projekt ist ein Baustein des westfalenweiten Projekts „Stark im MiteinanderN“ und wird vom asb seit 2002 an weiterführenden Schulen in ganz NRW durchgeführt. Unterstützt wurde der Projekttag durch den Förderverein des Gymnasiums.



31 · 01 · 12





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