Fraktionssprecher kritisieren Verhalten des Linken-Ratsherren

„Dauernde Abwesenheit“

Senden - Der Ortstermin des Ratsherrn Lothar Hill (Die Linke) zur geplanten Erweiterung des Wienkamps (WN berichteten) ist etlichen Kommunalpolitikern der anderen Ratsparteien offenbar sauer aufgestoßen. Dabei geht es nicht um das Thema „Erweiterung des Wohngebietes“ an sich, sondern um die Art und Weise, wie Politik betrieben wird.

Sprecher der Fraktionen kritisierten, dass die Linke zwar mit Presseerklärungen und populistischen Aktionen öffentlich präsent sei, ihr Vertreter im Gemeinderat bei den Sitzungen der Bürgervertretung in der Regel jedoch fehle. Auch am Donnerstagabend war Lothar Hill nicht anwesend. Er habe sich ordnungsgemäß abgemeldet, erklärte Bürgermeister Alfred Holz.


Anneliese Pieper, Fraktionssprecherin der Grünen, hatte das Verhalten des Linken-Ratsherrn bereits in einem Leserbrief (WN vom 1. Februar) kritisiert. CDU-Fraktionssprecher Ulrich Röttger bedankte sich angesichts Hills „dauernder Abwesenheit“ bei der Grünen-Politikern ausdrücklich für deren öffentliche Stellungnahme. Peter Moll (FDP) fragte aufgebracht: „Was ist das für ein Verhalten, wenn ich Sitzungsgeld für Nichtanwesenheit einstreiche?“

Lothar Hill war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er sei zurzeit verreist, erklärte ein Parteimitglied auf Anfrage der WN.

Der Politiker habe an sechs der elf Ratssitzungen der Legislaturperiode teilgenommen, teilte die Verwaltung auf WN-Anfrage mit. Im Sozial- und im Umweltausschuss sei er beratendes Mitglied. Von den zwölf Sitzungen habe er lediglich eine wahrgenommen.

VON SIGMAR SYFFUS, SENDEN


03 · 02 · 12





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