Dreierwalde/Rheine. Schreckensszenario für die Feuerwehr: Verletzte schreiende Menschen, verstreute Trümmerteile - darunter explodierende Kartons - und ein Flächenbrand in der Größenordnung von rund fünf Fußballfeldern müssen gut 530 Einsatzkräfte auf dem ehemaligen Flugplatz in Dreierwalde bewältigen. Hilfe naht aus der Luft: Ein Hubschrauber wirft 5000 Liter Wasser aus einem Außenbehälter über dem Brandfeld ab.
Erstmals in dieser Größenordnung trainierten am Samstag in einer Gefahrenabwehrübrung die Bezirksregierung Münster mit den Bezirksbereitschaften aus den Kreisen Steinfurt, Borken, Coesfeld, Warendorf sowie den kreisfreien Städten Münster und Gelsenkirchen die Zusammenarbeit in Katastrophenfällen in Hörstel-Dreierwalde.
Hintergrund dieser Übung unter dem Stichwort "Feuerkonzert 2010" war die gemeinsame Erprobung des MANV-Notfallkonzept (Massenanfall von Verletzten) mit der Bundeswehr in der Praxis für den Heeresflugplatz Rheine-Bentlage. Da hier laut Pressemitteilung während des Flugbetriebs nicht auszuschließen sei, dass "durch betriebsbedingte Störungen oder Flugunfälle Menschenleben in größerer Zahl gefährdet werden".
Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, diente als Ausgangslage für die Übung die simulierte Kollision eine Transporthubschraubers, der beim Anflug auf den Heeresflugplatz mit einem Transportflugzeug kollidiert. Für die insgesamt 750 Kräfte hieß es bei tropischen Temperaturen, an zwei verschiedenen Standorten die verheerenden Schäden in den Griff zu bekommen.
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