Schöppingen/Horstmar - Bekanntes verlassen und Neues beginnen: Das Leben ist von Übergängen geprägt. Diese Phasen für junge Menschen einfacher zu gestalten, ist das Ziel der Verbundschule. Erreichen möchte sie das mit Hilfe eines edukativen Netzwerks. Von dem Konzept machte sich am Freitag NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen) ein Bild. So fuhr sie nach dem Besuch des Lernzentrums Horstmar (die WN berichteten) nach Schöppingen weiter. Dort nahme die Politikerin an einem Runden Tisch teil, zu dem auch Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung, sozialen und therapeutischen Einrichtungen geladen waren. Gemeinsam sprachen sie darüber, wie durch eine Kooperationsgemeinschaft die Leitidee der Schule verwirklicht werden kann, junge Menschen zur Gemeinschaft zu befähigen und sie individuell zu fördern. Zum Beispiel, indem Lerntherapeuten in die tägliche Arbeit mit den Schülern eingebunden oder Projekte zur Berufsorientierung mit Partnern aus der Wirtschaft gestartet werden - um nur zwei der zahlreichen Ansätze zu nennen.
Am Runden Tisch fiel schließlich auch der Begriff „Schule als Potenzialgemeinschaft“. „Ein wunderbarer Gedanke“, befand Ministerin Löhrmann. Er stehe für einen wichtigen Haltungswechsel an den Schulen: „Wir müssen mehr auf die Potenziale eines Schülers schauen, weniger auf seine Defizite.“ So könnten aus Kindern und Jugendlichen starke, mündige Bürger werden, die zur Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen. „Und auf diesem Weg sind Sie schon sehr weit vorangeschritten“, lobte Löhrmann die Verbundschule.