Lengerich - Eine Hauptschule, zwei Realschulen, ein Gymnasium. Im Bereich der Sekundarstufe 1 hat Lengerich ein gutes Angebot. Sowohl quantitativ wie qualitativ. Zurückgehende Schülerzahlen bringen das bewährte dreigliedrige Schulsystem ins Wanken. Wie man darauf reagieren kann, erläutert Wolf Krämer-Mandeau am Donnerstagabend im Schulausschuss. Der Leiter der Projektgruppe Bildung und Region (Bonn) zeigt das größte Problem auf: „180 Schüler wechseln in den nächsten Jahren pro Jahrgang in die Klassen 5. Das reicht für sieben Klassen. Die Schulen würden gerne 14 Klassen bilden.“ Soll dieser Wunsch Wirklichkeit werden, „müssen sie 50 Prozent der Schüler von außerhalb holen“.
Wolf Krämer-Mandeau stellt nüchtern die drei Möglichkeiten zur Wahl: Festhalten am bisherigen System, Gründung einer Sekundarschule, Gründung einer Gesamtschule. Dafür gibt es genügend Schüler aus Lengerich. Für die Zahl der Schulen nicht. Das eigene Potenzial reicht für ein dreizügiges Gymnasium, eine dreizügige Realschule und eine einzügige Hauptschule, rechnet er den Ausschussmitgliedern und über 40 Zuhörern vor.