Schulentwicklung

Lienen ins Boot holen

Der Zeitrahmen ist abgesteckt: Zum Schuljahr 2013/2014 muss klar sein, auf welche Schulformen Lengerich setzt. Das dreigliedrige Schulsystem hat in der Stadt keine Zukunft. Zu lange schon sinken die Schülerzahlen an der Hauptschule.

Es muss was Neues kommen, das steht nicht erst seit Donnerstagabend fest. Doch welche Lösung ist die richtige? Eine Sekundarschule, in der Gutenberg-Schule und eine Realschule aufgehen? Oder sollten gleich beide Realschulen mit ins Boot geholt werden? Wäre eine Gesamtschule unter Einbeziehung aller vier weiterführenden Schulen der Stadt die richtige Lösung?


Viele Fragen, es hat aber auch Antworten gegeben: Die Schullandschaft muss sich ändern. Gymnasium und Gesamtschule blockieren sich gegenseitig. Sekundarschule und Gymnasium sind eine Möglichkeit. Ob daneben noch Platz für eine Realschule ist? Allenfalls kurzfristig.

Deutlich geworden ist auch, dass die Lengericher Schulen nicht auf die Schüler aus Lienen verzichten können. Deshalb spricht unter diesem Aspekt viel für eine Sekundarschule mit einem Standort Lienen. Dort könnte in zwei Klassen differenziert unterrichtet werden.

Was spricht für eine Einbeziehung Tecklenburgs? Eigentlich nichts. Die Burgstadt steht vor einem Riesenproblem: Die Zahl eigener Schüler reicht nicht mal für die Gründung einer Sekundarschule aus. 70 Prozent auswärtiger Schüler haben bislang das Überleben von Hauptschule und Gymnasium gesichert. Bedeutet das jetzt den Todesstoß?

Michael Baar



27 · 01 · 12



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