Informationsabend bei der Feuerwehr

Für neue Technik empfänglich


Digitales Funken in Feuerwehrfahrzeugen wird im kommenden Jahr eingeführt. Wie die Handfunkgeräte aussehen, zeigt: (von links) Thorsten Attermeier den Feuerwehrleuten Nils Bettenbrock, Daniel Glindhaus, Michael Jaworski und Carsten Steinke. Foto:
Digitales Funken in Feuerwehrfahrzeugen wird im kommenden Jahr eingeführt. Wie die Handfunkgeräte aussehen, zeigt: (von links) Thorsten Attermeier den Feuerwehrleuten Nils Bettenbrock, Daniel Glindhaus, Michael Jaworski und Carsten Steinke. Foto:
(Ursula Holtgrewe)


Lotte - Was wird anders für die Feuerwehren im Kreis Steinfurt, wenn Anfang des kommenden Jahres der bislang analoge Fahrzeugfunk auf digitalen umgestellt wird? Theoretische Kenntnisse für das bald bundesweit eingerichtete neue Funknetz haben die Aktiven der Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr in Wersen und Alt-Lotte jetzt bei einem Infoabend erhalten.

Die Vorbereitungen der Feuerwehr im Kreis Steinfurt auf Digitalfunk laufen in Arbeitskreisen bereits seit dem Jahr 2008. Die Umrüstung, vorerst auf Probebetrieb, steht relativ kurz bevor. Theoretische und praktische Schulungen haben begonnen.


Schmunzelnd verfolgten die Feuerwehrleute um Löschzugführer Marc Czichowski im neuen Schulungsraum des Alt-Lotter Gerätehauses die Einleitung zur Theorie. Ausbilder und Mitarbeiter der Kreisleitstelle, Thorsten Attermeier, präsentierte einen Beitrag aus „Die Sendung mit der Maus“, der erklärte, wie Funk funktioniert und wie Funknetze aufgebaut sind.

Das gilt auch für die digitale Version, für die in den Großräumen Köln und Düsseldorf der Probebetrieb bereits begonnen hat - wohlgemerkt im Fahrzeugfunk auf dem Vier-Meter-Band, dem Frequenzbereich, in dem Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ihr Funknetz betreiben. Wie schon beim analogen Vorgänger wird auch das digitale Netz von der Polizei aufrecht erhalten. Das kommentierte Feuerwehrmann Sebastian Kutz so: „Wir sind nur Gast in deren Netz.“ Attermeier ergänzte: „Die Bundesanstalt für Digitalfunk baut das neue Netz auf, und nur wenige wissen wo.“

Die Leitstelle Rheine bleibt für die freiwillige Feuerwehr Lotte die Basis, die überdies acht weiteren Stellen, zu Beispiel Rettungsdienste, bedient. Die Leitstelle hält über OPA (operativ-taktische Adressen) Kontakt zu Sprechfunkgruppen. „Weg von den Kanälen, hin zu Gruppennamen. Wir funken demnächst alle in einem Netz“, beschrieb der Referent die Umstellung. Beispiel: „497 G/U“ werde dann „Katschutz“ (Katastrophenschutz), „468 G/U“ Brandschutz genannt. „Es steht noch nicht fest, ob Brandschutz und Rettungsdienst zusammen funken werden. Das halte ich für sinnvoll, weil sie schon heute zusammen ausrücken“, sagte Attermeier.

Damit die Hilfskräfte flächendeckend im digitalen Netz arbeiten können, werden sie die Sende- und Empfangsqualitäten auch an entlegenen Stellen der Einsatzgebiete testen und gegebenenfalls nachbessern lassen.

Bereits am 1. Oktober 2012 werden die Funkrufnamen umgestellt. Aus „Florian Steinfurt“ wird dann „Leitstelle Steinfurt“. Meldet sich der Fahrer des Einsatzleitwagens vom Löschzug Alt-Lotte bislang noch mit „Florian Steinfurt 12-11-1“ heißt es am dem 1. Oktober: „Florian Lotte 1 ELW 1“. Der Wersener Einsatzwagenlenker sagt dann nicht mehr „Florian Steinfurt 12-11-2“ sondern „Florian Lotte 2 ELW 1“.

Die Mobilfunkgeräte werden für den Fahrzeugfunk gesondert programmiert, sollen abhörsicher werden und bei Einsätzen auch Einzelgespräche ermöglichen. Weitere technische Vorteile vermittelte Thorsten Attermeier zudem. Ein digitales Funkgerät kostet voraussichtlich mehr als 2000 Euro. Lottes Kämmerer Jörg Risse teilte mit, dass die Mittel zur Ausstattung der Lotter Wehr vorhanden seien.

In einem späteren Zeitraum ist vorgesehen, kreisweit auch die analogen Handfunkgeräte gegen digitale auszutauschen. Attermeier hatte zwar kein Fahrzeugfunkgerät (MRT) dabei, dafür zwei Handfunkgeräte (HFT) als Anschauungsstücke.



05 · 02 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette