Calluna Vulgaris soll wieder angesiedelt werden

Die Heide soll wieder blühen


Auf einer Fläche in der Nähe des Heidecafés soll die in der Metelener Heide ehemals sehr verbreitete Zwergstrauchheide (Calluna Vulgaris, kleines Bild) wieder angesiedelt werden. Foto:
Auf einer Fläche in der Nähe des Heidecafés soll die in der Metelener Heide ehemals sehr verbreitete Zwergstrauchheide (Calluna Vulgaris, kleines Bild) wieder angesiedelt werden. Foto:
(Peter Schmitz)


Metelen - Wird die Metelener Heide bald wieder blühen? Diese Idee ist im Januar 2011 in der Generalversammlung des Heimatvereins diskutiert worden. Damals hatte sich eine siebenköpfige Projektgruppe gebildet. Dazu gehören Bürgermeister Helmut Brüning sowie Wilhelm Hasken, Karl Hollekamp, Bernhard Iking, Wilfried Opitz, Heinrich Tewes und Hermann Schwall vom Heimatverein ein. Regelmäßige Treffen im Heidecafé haben der Idee inzwischen auf die Füße geholfen, heißt es in einer Mitteilung der Projektgruppe.

Ziel ist es, in der Metelener Heide mit ehrenamtlichen Kräften eine Fläche herzurichten, auf der die ehemals weit verbreitete Zwergstrauchheide wieder angesiedelt werden soll.


Ab 2014 könnte das Wirklichkeit sein: Wenn Calluna vulgaris (Wildheide) ausgesät wird, werden die ersten Pflänzchen erst nach zwei bis drei Jahren zu wachsen beginnen. Deshalb hat die Projektgruppe entschieden, ein paar tausend Pflänzchen in Töpfen von Gärtnern vorziehen zu lassen. „Dazu brauchen wir Pflanzmaterial, das jedoch frühestens im kommenden Frühjahr oder Frühsommer geschnitten werden kann, sodass wir wahrscheinlich im Frühjahr 2014 mit dem Bepflanzen beginnen werden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Naturschutzbund Steinfurt (NABU) habe zugesichert, geeignetes Pflanzmaterial zur Verfügung zu stellen.

Eine Fläche gegenüber dem Heidecafe soll im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen der Monokultur des Kiefernwaldes durch eine extensive Besiedlung mit der „Urform der Metelener Heide“, der „Calluna vulgaris“ mit den dafür üblichen Begleitgehölzen und Gräsern, aufgewertet werden. Der so beförderte größere Artenreichtum ist nicht nur eine Bereicherung für die Besucher der Metelener Heide, sondern biete auch die Chance, dass sich diese Fläche als Initialfläche darstellt, von der aus eine weitere lockere Wiederansiedlung der ursprünglichen Heide ausgehen kann.

Diese Umwandlung könne gleichzeitig auch als eine der Ausgleichsflächen für künftige Bauvorhaben der Gemeinde dienen, wie zum Beispiel die Umsetzung der Planungen zum „Sportpark Süd“. Zudem soll sich das Areal durch seine besondere Lage zwischen dem Fahrradweg und dem Heidecafé als zusätzlicher Anziehungspunkt etwa für Fahrradausflüge entwickeln.

Weiterhin würde diese Fläche anknüpfen an die Jahrhunderte währende Kultur-Tradition der Bewohner Metelens, von und mit einer ausgedehnten Heidelandschaft zu leben. Neben der besonderen Stellung und dem Reichtum der adeligen Damen im Stift waren viele Bewohner des Kirchspiels Metelen abhängig von der Heide, ihr Leben war entbehrungsreich. Dieser Gesichtspunkt soll nach dem Willen der Projektgruppe noch weiter erkundet werden.

Damit Fußgänger und Radfahrer das Gebiet nutzen können, sollen auch Wege angelegt werden. Die dafür notwendigen Vorbereitungen sollen von einer Metelener Firma erstellt werden. Ziel ist die Umsetzung des Projekts in drei Zwischenschritten. So sollen die jeweilig anstehenden Arbeiten für die kleine Projektgruppe überschaubar gehalten werden.



06 · 02 · 12



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