Feuerwehr Metelen löscht Zimmerbrand

Wäsche entzündete sich

Metelen - Knapp einer Katastrophe entgangen ist eine in der Bauerschaft Naendorf wohnende Familie am Montagabend. Nur durch die schnelle Alarmierung der Feuerwehr und deren beherztes Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden.

In dem Haus in der Nähe des Waldseegebiets war gegen 19.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Entzündet hatte es sich nach Angaben von Feuerwehrchef Norbert Beuting durch Wäsche, die auf einem Ständer zu nah an einem Gußofen im Flur des Gebäudes zum Trocknen aufgehängt war. „Weil der Ständer in sich zusammensackte, hat sich die Wäsche durch die Wärmestrahlung dann entzündet“, so Beuting. Das bestätigte die Polizei als Brandursache. Die Kinder der Familie im Alter zwischen sechs und 16 Jahren seien vorsorglich mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden.


Zum Zeitpunkt der Brandentstehung hielten sich die vier Kinder der Familie alleine in der Wohnung auf. Sie setzten, nachdem sie den Brand entdeckt hatten, unmittelbar einen Notruf ab und brachten sich in Sicherheit.

Beim Eintreffen der Feuerwehr-Kameraden, die nur wenige Minuten zum Einsatzort brauchten, hatte sich der Zimmerbrand bereits ausgebreitet. Die Arbeit der Feuerwehr bestand neben den Löscharbeiten darin, den Brandrauch aus dem Gebäude zu entfernen. Da das Haus gerade umgebaut wurde und zum Teil noch keine Innentüren eingebaut waren, hatte sich nach Angaben Beutings der Rauch großflächig verteilt. Mit einem Überdruckventil gelang es den über 40 angerückten Kameraden schließlich, das Gebäude rauchfrei zu machen. Derweil wurden die Bewohner durch den Rettungsdienst medizinisch betreut. Abschließend wurde das Haus mit Hilfe einer von der Feuerwehr Ochtrup angeforderten Wärmebildkamera auf eventuell verbliebene Glutnester unter­sucht. Insgesamt sei durch den Brand nur geringer Sachschaden entstanden, betonte die Polizei.

„Durch die vorbildliche Reaktion der Kinder konnte mit großer Sicherheit eine familiäre Tragödie verhindert werden“, hob Norbert Beuting das Verhalten der Kinder lobend hervor. Es sei deutlich geworden, dass die Brandschutzerziehung sehr wichtig sei und eine frühzeitige Brandschutzerziehung dazu beitragen könne, Leben zu retten.

VON RALPH SCHIPPERS, OCHTRUP


07 · 02 · 12





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