Der erste Schluck Alkohol mit 13


Hinein damit! „Komatrinken“, „Flat-Rate-Saufen“ und „Binge-Drinking“ sind unter Jugendlichen weit verbreitete Begriffe. Eltern müssen mit ihren Kindern über die Gefahren des Alkohols reden, meint Joachim Jüngst von der Drogenberatungsstelle Rheine.
Hinein damit! „Komatrinken“, „Flat-Rate-Saufen“ und „Binge-Drinking“ sind unter Jugendlichen weit verbreitete Begriffe. Eltern müssen mit ihren Kindern über die Gefahren des Alkohols reden, meint Joachim Jüngst von der Drogenberatungsstelle Rheine.
(Foto: dpa)


Neuenkirchen-St. Arnold. „Komatrinken“, „Flat-Rate-Saufen“ und „Binge-Drinking“ sind unter Jugendlichen weit verbreitete Begriffe. Die Rede ist vom Alkoholkonsum. „Für die Jugend zählt Maßlosigkeit, Entdecken und Genießen“, erklärte Joachim Jüngst von der Jugend- und Drogenberatung Rheine beim Elternabend „Alkohol - Wegschauen ist keine Lösung“ am AJG.

Die Alltagsdroge diene oft zur Identitätsentwicklung und Freizeitbeschäftigung, sagte Jüngst. Im Jahr 2008 lag das Alter beim ersten Schluck bei 13 Jahren und der Respekt vor alkoholischen Getränken nehme immer weiter ab. Eltern seien oft ratlos, wenn sie einen übermäßigen Alkoholkonsum bei ihren Kindern feststellen. „Es geht darum, eine eindeutige Haltung zum Verzehr zu vertreten“, riet Joachim Jüngst den Eltern. Sie sollten sich Zeit für Gespräche nehmen und Bedenken offen thematisieren. Als Orientierung dient dabei das Jugendschutzgesetz. „Bis zum 16 Lebensjahr ist Alkohol tabu“, stellte der Jugendberater klar.



Joachim Jüngst von der Jugend- und Drogenberatung Rheine referierte beim Elternabend „Alkohol - Wegschauen ist keine Lösung“ am AJG.
Joachim Jüngst von der Jugend- und Drogenberatung Rheine referierte beim Elternabend „Alkohol - Wegschauen ist keine Lösung“ am AJG.
(Foto: Alpmann)


Der Fachmann leitete im Anschluss an den Elternabend auch einen Methodentag für die Jahrgangsstufe 9, an dem auch außerschulische Institutionen wie die Polizei, die Fachstelle für Suchtvorbeugung und Vertreter des Caritasverbandes teilnahmen. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen ein Gespür für ihre Grenzen entwickeln“, erklärte Jüngst.

VON JULIA ALPMANN


04 · 03 · 10





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