MV-SERIE: ANGEBOTE IM FAMILIENZENTRUM_
Tagesmütter müssen flexibel sein

Die Ansprechpartnerinnen in Sachen „Tagesmütter“ trafen sich zum Erfahrungsaustausch im Netzwerk Familienzentrum (v.l.): Brigitte Kappelhoff, Michaela Meyer und Tanja Darpel.
(Foto: Netzwerk Familienzentrum)
Neuenkirchen. Der Bedarf an Tagesmüttern ist groß in Neuenkirchen. Das weiß das „Netzwerk Familienzentrum“, das mit dem Diakonischen Werk zusammenarbeitet. Von dort aus werden Tagesmütter vermittelt. Zurzeit besteht ein Pool von elf Tagesmüttern, die momentan rund 25 Kinder betreuen.
Vor allem für Kinder unter drei Jahren, für die es noch keine Kindergartenplatz-Garantie gibt, sowie für die Kindergartenkinder und Schulkinder in Randzeiten werden Tagesmütter nachgefragt. Viele Mütter gehen bereits nach einem Jahr Elternzeit wieder in den Beruf zurück. Daher sollten die Tagesmütter sehr flexibel sein, um sich auf Schichtdienst der Eltern der Tagespflegekinder und Randzeitenbetreuung von Schulkindern einzustellen.

Tagesmütter müssen sehr flexibel sein, um sich auf Schichtdienst der Eltern der Tagespflegekinder und Randzeitenbetreuung von Schulkindern einzustellen.
(Foto: dpa)
Interessierte Frauen und Männer können sich bei der Fachberatung melden, dazu findet ein Grundqualifizierungskursus zur Kindertagespflege ab dem 10. Juni jeweils mittwochs vormittags von 8.30 bis 11.30 Uhr in der Familienbildungsstätte in Steinfurt-Borghorst statt.
Voraussetzungen, um Tagesmutter oder -vater zu werden, sind:
Polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag
Attest vom Hausarzt
Häuslicher Rahmen (Raumangebot, Sicherheitskriterien)
Betreut man Kinder länger als 15 Stunden pro Woche, benötigt man eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt.
Bei einer entsprechenden Qualifikation und Ausbildung erhalten die Tagesmütter eine Vergütung von 2,50 bis 4,50 Euro pro Kind und Stunde. Seit dem 1. Januar 2009 müssen Tageseltern ab 400 Euro Monatseinkommen Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Bei den Eltern, die berufstätig oder im Studium sind sowie an einer Weiterbildungsmaßnahme oder Ähnlichem teilnehmen, wird die Finanzierung ganz oder teilweise, je nach Einkommen der Eltern, vom Jugendamt übernommen. Die Betreuung findet für Kinder bis 14 Jahre (Randzeitenbetreuung außerhalb der Schulzeiten) statt.
Das Familienzentrum bietet Familien, die eine Tagesmutter suchen, Hilfe an und stellt den Kontakt zur Diakonie her. Frauen, die Tagesmutter werden möchten, können sich hier, zum Beispiel über Qualifikationskurse, angeboten von der Familienbildungsstätte oder vom Jugend- und Familiendienst, informieren. Ein regelmäßiger Kontakt der späteren Tagesmutter mit der Fachberatung (Diakonie, Jugendamt) ist wichtig. Die Tagesmütter werden dann durch die Fachberaterinnen in ihren Tätigkeiten begleitet.
Ansprechpartner: Michaela Meyer, Fachberatung Diakonie, 02551/144-40; Familienzentrum Korallenriff, Daniela Kellner, Tanja Darpel, 05973/96105; Familienzentrum St. Josef, Brigitte Kappelhoff, 05973/3381
Tagesmüttertreffen: Die Tagesmütter treffen sich mit ihren Kindern an folgenden Terminen in der Zeit von 9.30 bis 11 Uhr im Kardinal-von-Galen-Haus: 1. Juni, 7. September und 7. Dezember.