Sommertour mit Landrat im Dauerregen


In strömendem Regen, aber gut beschirmt, gaben Landrat Thomas Kubendorff (Mitte) und Bürgermeister Franz Möllering am Donnerstag Vormittag den neuen Radweg an der K 60 nach Offlum frei
In strömendem Regen, aber gut beschirmt, gaben Landrat Thomas Kubendorff (Mitte) und Bürgermeister Franz Möllering am Donnerstag Vormittag den neuen Radweg an der K 60 nach Offlum frei
(Fotos: Dierkes)


Neuenkirchen. „Ich hab‘ ja schon viele Radwege eröffnet - aber noch nie bei einem solchen Sauwetter“, konstatierte Landrat Thomas Kubendorff gestern bei der Freigabe des neuen Radweges an der K 60 nach Offlum. Tatsächlich war die geplante Sommerradtour gestern vormittags wegen sintflutartiger Regenfälle kurzerhand in eine Bus-Rundfahrt umgewandelt worden. Die Stimmung während der dreistündigen Tour war trotz des miesen Wetters ausgezeichnet. Auf dem Programm standen neben der Radwegfreigabe eine Besichtigung des neuen Baugebietes „Feldstiege“, Gespräche mit Vertretern der IG Westfalenring und der IG Dörper Berg über die geplante K 57n (Nordumgehung), eine Besichtigung der alten K 57, die in einem sehr schlechten Zustand ist sowie eine Mittagsrast auf dem Bauernhof der Familie Leifker, wo kürzlich ein sogenanntes „Melkhus“ als Raststätte für Radtouristen eröffnet wurde.

Begleitet wurde Landrat Thomas Kubendorff von Stephan Selker, Leiter des Straßenbauamtes Kreis Steinfurt. An der Fahrt nahmen außerdem die beiden Kreistagsmitglieder Nico von Royen (CDU) und Jürgen Coße (SPD), Bürgermeister Franz Möllering sowie seine beiden Amtsleiter Jörg Rösner und Karl Wening sowie Vertreter der politischen Fraktionen im Rat teil.


In strömendem Regen durchschnitt Landrat Kubendorff das rot-weiße Band und gab damit den zwei Kilometer langen neuen Radweg nach Offlum frei. Wie Stephan Selker erläuterte, ist der Radweg quasi ein „Abfallprodukt“ der Straßensanierung im Sommer dieses Jahren. Im März dieses Jahres waren die Winterschäden provisorisch ausgebessert worden. Bei Temperaturen von 35 Grad Celsius im Hitzemonat Juli war die Straße stark aufgeweicht und erhielt daraufhin eine neue Decke, wobei auch die Radwegmarkierungen angebracht wurden. Durch diese Synergieeffekte konnten die Kosten deutlich auf 30 000 Euro pro Radwegkilometer gesenkt werden. „Gerade ein Fünftel von dem, was ein Radweg normalerweise kostet“, so Selker. In den kommenden Jahren soll der Radweg Zug um Zug bis Bilk fortgeführt werden. „Das bedeutet mehr Lebensqualität und Sicherheit“, lobte Landrat Thomas Kubendorff das Projekt. Gemeinsam mit den Gemeinden hat der Kreis Steinfurt in den vergangenen zehn Jahren ingesamt 200 Kilometer solcher sogenannter Bürgerradwege gefördert.

VON KLAUS DIERKES


26 · 08 · 10



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