Pro und Contra zur Nordumgehung K57n


Auf der überdachten Veranda der Familie Berning erläuterte die IG Westfalenring, weshalb die K 57n unbedingt kommen muss.
Auf der überdachten Veranda der Familie Berning erläuterte die IG Westfalenring, weshalb die K 57n unbedingt kommen muss.
(Fotos: Dierkes)


Neuenkirchen. Die Meinungen waren bereits bei der Vorstellung einer Nordumgehung K 57 n im Rat im Februar dieses Jahres geteilt - und sie sind es bis heute: Die IG Westfalenring will die Nordumgehung, die IG Dörper Berg ist dagegen. Am Donnerstag nutzten beide Interessengemeinschaften die Gelegenheit, Landrat Thomas Kubendorff ihre Positionen zu erläutern.

Im Schutz der überdachten Veranda der Familie Berning am Westfalenring erläuterte Franz Raue, weshalb die Anlieger des Westfalenringes seit Jahren eine Entlastung der stark befahrenen Durchgangsstraße fordern. „Der ständige Verkehrslärm und die Abgase sind eine große Belastung. Und für einige Anlieger ist es wirklich gefährlich, aus dem fließenden Verkehr heraus in ihre Hauseinfahrt einzubiegen“, so Raue. Der Lkw-Anteil am Gesamtverkehr sei bei etwa 2000 von insgesamt 12 000 Fahrzeugen pro Tag sehr hoch. „Lkws gehören einfach nicht in den Ort.“ Auch der reine Durchgangsverkehr sei mit 7500 Fahrzeugen erheblich. „Der kann genauso gut um den Ort herum.“ Weitergehende Forderungen der IG nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Ring erteilte Stephan Selker vom Kreis jedoch eine klare Absage. „Das ist auf dieser Straße nicht möglich.


Vertreter der IG Dörper Berg hatten am nördlichen Siedlungsrand von Neuenkirchen die Dimensionen einer künftigen K 57n mit 25 Metern Absperrband markiert, 6,5 Meter entfallen auf die reine Fahrbahn, der Rest auf Lärmschutzwall, Bepflanzung und Radweg. „Die Trasse verläuft schnurgrade, das wird eine Rennstrecke. Und die Natur auf dem Dörper Berg wird zerstört“, befürchtete Christian Stroot.

Stephan Selker bezifferte die Kosten der K 57 n auf vier bis fünf Millionen Euro. „60 Prozent gibt es als Zuschuss vom Bund, den Rest teilen sich der Kreis und die Gemeinde zu je 20 Prozent. Für Neuenkirchen wären das 800 000 Euro. Ob der Kreis Steinfurt sich angesichts klammer Kassen aber überhaupt finanziell in Pflicht nehmen lässt, ist nach wie vor fraglich.

VON KLAUS DIERKES


26 · 08 · 10



MEHR ZUM THEMA




TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
PROSPEKTE
Derzeit liegen keine Prospekte vor.


FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette