Mehr Leben für die Karte


Anfang August unterschrieben Bürgermeister Franz Möllering und Ulrike Sommer vom Land NRW (vorne) den Vertrag zur Einführung der Ehrenamtskarte in Neuenkirchen. Nun soll sie mit Leben gefüllt werden.
Anfang August unterschrieben Bürgermeister Franz Möllering und Ulrike Sommer vom Land NRW (vorne) den Vertrag zur Einführung der Ehrenamtskarte in Neuenkirchen. Nun soll sie mit Leben gefüllt werden.
(Foto: MV)


Neuenkirchen. Zehn Prozent Preisnachlass auf die neue Jeans. Fünf Prozent auf den neuen Fernseher. Und zum halben Preis ins Freibad. Diese Vorzüge bietet die Ehrenamtskarte, die in Neuenkirchen eingeführt werden soll. Anfang August wurde die Vereinbarung mit dem Land unterzeichnet (MV berichtete). Was fehlt, sind Nutzer. Und Geschäfte, die die Vergünstigungen für die Ehrenamtlichen anbieten.

17 Gewerbe in Neuenkirchen haben sich bereit erklärt, in Sachen Ehrenamtskarte einen Preisnachlass zu gewähren. 17 von 100, die die Gemende im Mai angeschrieben hatte. Diese Zahlen nannte Bürgermeister Franz Möllerintg am Montag im Haupt- und Finanzausschuss. „Wir müssen diese Karte mit Leben füllen“, sagte Möllering. Viele Gewerbetreibende hätten noch nicht erkannt, dass die Teilnahme an der Ehrenamtskarte auch eine Marketingmöglichkeit darstelle.


Mit Leben füllen heißt auch, die Karte bei Vereinen und Verbänden bekannt zu machen. Dazu können die Vereine für die einzelnen Mitglieder einen Antrag auf Ausstellung der Ehrenamtskarte an die Verwaltung zu stellen. Die Inhaber können in ganz Nordrhein-Westfalen Vergünstigungen in Anspruch nehmen.

Die CDU hatte die Einführung der Ehrenamtskarte in Neuenkirchen beantragt. Der SPD geht diese Anerkennung des Ehrenamtes nicht weit genug. In einem Antrag fordert die Fraktion andere Formen der Ehrung, etwa einen Ehrenamtstag, ein Formular für Schüler, freier Eintritt zu Kulturveranstaltungen sowie bevorzugte Vergabe gemeindeeigener Baugrundstücke.

Bürgermeister Möllering gehen diese Forderungen zunächst zu weit. „Wir haben neben der Ehrenamtskarte ausreichende Möglichkeiten zur Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit“, sagte er und verwies auf den Landesnachweis, die Bescheinigung in Schulzeugnissen, die Jugendleitercard sowie den Neuenkirchener Bürgerpreis. „Die bestehenden Möglichkeiten sollten besser ausgeschöpft werden. Weitere Ehrungen brauchen wir nicht“, so Möllering.

www.ehrensache.nrw.de

VON JÖRG HOMERING


01 · 09 · 10



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