Neuenkirchen. In das Jahr 1997 datiert der Beginn der Sammlung alter Exponate aus der hiesigen Industrie, aus Handwerk, Familie und dem täglichen Leben. Die ersten Exponate wurden noch an der alten Kläranlage eingelagert. Im Jahr 1998 zogen diese dann in die alte Spinnerei Hecking um, wo sie auch mehr schlecht als recht aufbewahrt wurden.
Es gründete sich eine Handwerkergruppe, die die alten Schätzchen pflegte und restaurierte. Der Wunsch nach einem eigenen Heimathaus wurde immer lauter und in der Gemeinde vorgetragen. In Bürgermeister Wolfgang Hüppe fand der Heimatverein tatkräftige und ideologische Hilfe. Alfons und Margret Wehning verpachteten ihr altes Kötterhaus aus dem Jahr 1901 an die Gemeinde, das von da an das Schmuckstück des Heimatvereins werden sollte. Die Handwerkergruppe stemmte eine dicke „Muskelhypothek“ und leistete viele Arbeitsstunde, bis der Umbau so gestaltet war, dass Gesellschaftraum und Ausstellungsräume Dauer- und Wechselausstellungen ermöglichen und das Heimathaus immer am ersten Sonntag im Monat zu einem beleibten Anziehungspunkt heimatinteressierter Menschen wird.
Holzschuhmacherwerkstatt, ein alter Webstuhl, das Klassenzimmer einer alten Dorfschule, ein „Tante Emma Laden“, eine Schreinerwerkstatt, alte und wertvolle Textilien und die Ausstellung frühgeschichtlicher Funde und Fossilien geben einen Einblick in vergangene Zeiten.
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