Helfer und Hilfesuchende besser zusammenführen


2008 stellte die MV in einer Artikelserie verschiedene Ehrenämter in Neuenkirchen vor. Mit dabei war auch Marlies Volkert (l.), die damals in der Bücherei St. Anna ihrem Ehrenamt nachging. Die SPD hat nun die Einrichtung einer Vermittlungsstelle beantragt. Denkbar wäre jedoch auch die Teilnahme an der „Freiwilligenbörse“ Rheine.
2008 stellte die MV in einer Artikelserie verschiedene Ehrenämter in Neuenkirchen vor. Mit dabei war auch Marlies Volkert (l.), die damals in der Bücherei St. Anna ihrem Ehrenamt nachging. Die SPD hat nun die Einrichtung einer Vermittlungsstelle beantragt. Denkbar wäre jedoch auch die Teilnahme an der „Freiwilligenbörse“ Rheine.
(Foto: Homering)


Neuenkirchen. Die SPD will das Ehrenamt stärken und in Neuenkirchen eine Vermittlungsstelle für das Ehrenamt einrichten; ein entsprechender Antrag liegt dem Bürgermeister vor. Aber eigentlich gibt es schon eine solche Stelle: Seit 2007 beteiligt sich die Gemeinde Neuenkirchen an der „Freiwilligenbörse“ in Rheine - zumindest theoretisch.

„Neuenkirchen kommt bei uns vor, aber nicht häufig“, sagte Wiebke Gehrke von der Stabsstelle im Rheiner Rathaus auf Anfrage der MV. „Das sollte man positiv sehen: Das Ehrenamt funktioniert in Neuenkirchen.“


Die Gemeinde Neuenkirchen ist vor drei Jahren offenbar über die erste Kontaktaufnahme nicht hinausgekommen. Der damalige Bürgermeister Wolfgang Hüppe hatte sich im November 2007 für die Kooperation von Neuenkirchen und Rheine in Sachen „Freiwilligenbörse“ starkgemacht. „Mehr als diese Vorgespräche hat es meines Wissens aber nicht gegeben“, sagte Wiebke Gehrke. Auch Bürgermeister Franz Möllering bestätigte diesen Eindruck am Donnerstag gegenüber der MV. „Es gibt diesen Kontakt, das weiß ich. Aber was dabei genau läuft, kann ich nicht sagen.“

Bei der Freiwilligenbörse Rheine können sich Freiwillige registrieren lassen. Sie werden an Hilfe suchende Institutionen vermittelt, die sich bei der Börse melden können. So werden Helfer und Hilfesuchende seit fünf Jahren schnell und unbürokratisch zueinander geführt. Jeden Mittwoch veröffentlicht die MV die aktuellen Hilfsgesuche. Die Stabsstelle Bürgerengagement im Rheiner Rathaus mit Wiebke Gehrke und Siegmar Schridde informiert und berät die Beteiligten.

Neuenkirchen ist schon jetzt dabei: Es habe Anfragen von der Volkstanzgruppe gegeben, auch die evangelische Jugendhilfe habe sich in Sachen Wohngruppe einmal an die Freiwilligenbörse gewandt. „Ansonsten gab es nicht viele Anfragen von Institutionen“, so Gehrke. Allerdings gibt es viele Neuenkirchener, die sich bei der Freiwilligenbörse Rheine als Helfer registriert haben.

Eine „neutrale Stelle für die Vermittlung von Kontakten zwischen Personen, die an ehrenamtlicher Arbeit interessiert sind und Institutionen, die ehrenamtliche Aufgaben anbieten“ - das stellt sich die SPD für Neuenkirchen vor. Genau das bietet die „Freiwilligenbörse“ in Rheine seit 2005 an. „Wir müssten das nur intensivieren, wir haben ja die Kontakte hergestellt“, sagte Bürgermeister Möllering.

VON JÖRG HOMERING


03 · 09 · 10



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