75 Jahre Heimatverein

„In der Heimat fühlen wir uns geborgen“


Der frühere St. Arnolder Pfarrer Heinrich Preun zelebrierte am Donnerstag in der Pfarrkirche St. Anna die plattdeutsche Messe für den Heimatverein. Es war gleichzeitig der Auftakt für die Festtage zum 75-jährigen Bestehen des Heimatvereins.
Der frühere St. Arnolder Pfarrer Heinrich Preun zelebrierte am Donnerstag in der Pfarrkirche St. Anna die plattdeutsche Messe für den Heimatverein. Es war gleichzeitig der Auftakt für die Festtage zum 75-jährigen Bestehen des Heimatvereins.
(Foto: Hagen)


Neuenkirchen. Der Auftakt ist geschafft: Am Donnerstagabend feierte der Heimatverein in der voll besetzten St.-Anna-Kirche anlässlich des 75-jährigen Jubiläums seinen traditionellen Plattdeutschen Gottesdienst. Es war der Auftakt des viertägigen Jubiläums.

Dem Motto entsprechend war es größtenteils die ältere Generation, die in der Pfarrkirche vertreten war und den Worten von Pater Heinrich Preun lauschte. Der ehemalige St. Arnolder Pfarrer vertrat Pastor Michael Langenfeld, der auch seine sprachlichen Problem gehabt hätte: „Ich bin des Plattdeutschen nicht so mächtig“, sagte Langenfeld kurz zuvor den Gläubigen schmunzelnd.


Es war eine Messe, die besser nicht hätte auf die Interessen des Heimatvereins zugeschnitten sein können. Besonders die Predigt von Pater Preun konzentrierte sich auf die vier wesentlichen Merkmale einer Heimat: „Heimatdorf, Familie, Freunde und Religion: In allen Lebensbereichen fühlen wir uns heimisch und geborgen.“

Besonders in der früheren Zeit sei das Heimatdorf charakteristisch für den Lebensweg eines Menschen gewesen. „Dort ist man zur Schule gegangen, spielte und lernte mit seiner Familie und Freunden und ergatterte dort seine erste Arbeitsstelle“, so Preun.

Preun mahnte an, dass es wichtig sei, auch einen plattdeutschen Gottesdienst zu feiern: „Schließlich gehört die plattdeutsche Sprache zu einem wichtigen Kulturgut unserer Zeit“, hofft der 75-jährige auf ein Fortbestehen seiner Jugendsprache. Auch an der Religion müsse festgehalten werden, „denn was gibt es Schöneres, als über den Kirchplatz zu gehen und dort Freunde, Familie und Bekannte zu treffen“.

Symbolisch für das Thema „Heimat“ war auch der Aufruf zur Kollekte. „Wir wollen heute für philippinische Kinder spenden, die zwar in ihrem Heimatdorf zu Hause sind, dort aber auf Müllkippen leben. Lassen Sie es uns versuchen, diesen Kindern durch Spenden eine Unterkunft zu bauen“, sagte Pastor Preun.

VON DENNIS HAGEN


03 · 09 · 10



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