Der Heimatverein und das Hecking-Andenken

Verlassen - aber nicht vergessen


Die Webstühle sind weg, die Maschienen demontiert. Nur noch einige Kabel und Rohre hängen nutzlos unter den Decken.
Die Webstühle sind weg, die Maschienen demontiert. Nur noch einige Kabel und Rohre hängen nutzlos unter den Decken.
(Foto: Janning)


NEUENKIRCHEN. Die ehemalige Textilindustrie gehört in Neuenkirchen der Vergangenheit an. Somit musste Neuenkirchen, einst ein Textildorf des Münsterlandes, seine Pforten schließen. Die Einführung von Garnen und Gewerbe aus den Billigländern zwangen die Unternehmer zur Aufgabe ihrer Betriebe.

Die Gründung dieser Textilbetriebe sind zirka 150 Jahre alt. Im Jahre 1858 hat Justus Hecking aus Stadtlohn seine Firma aufgebaut. Die Firma Frieling und Söhne folgte im Jahr 1861. Die Firma Kerstiens hat vom Grundstücksbesitzer Dettmann das Areal gekauft und hat im Jahre 1871 dieses Textilwerk aufgebaut. Die Firma Kruse hat im Jahre 1875 die Weberei eröffnet, somit waren vier Textilunternehmer ansässig in Neuenkirchen. Die geschichtliche Entwicklung haben die älteren Bürger unserer Heimatgemeinde hautnah miterlebt.



Webmeister Erich Wiegers 1959 an den Dornier-Webstühlen.
Webmeister Erich Wiegers 1959 an den Dornier-Webstühlen.
(Foto: Heimatverein)


So wurden einige Vorstandsmitglieder des Heimatvereins angesprochen, noch einmal eine Besichtigung in der ehemaligen Firma J. Hecking zu organisieren. Eine bekannte Person des Heimatvereins und Arbeiter der Firma Strotmann verwaltet die Schlüssel der ehemaligen Firma Hecking, somit konnten die leer stehenden Gebäude und Hallen besichtigt werden.

Die Gruppe der Interessenten war sprachlos über die leer stehenden einzelnen Abteilungen. Alte Erinnerungen wurden wieder wach, sodass Fragen auftauchten, in welcher Räumlichkeit sie sich jetzt befanden. Man konnte die Besucher informieren, wo sie sich aufhielten.

In der Färberei wurde früher die Rohware vorgelegt und lief durch mehrere Bottiche und so wurde die gewünschte Farbe der Rohware gefärbt. Nebenan war die Kettbaumfärberei, hier wurden drei Zettelbäume in einen großen Farbbottich nieder gelassen und wurden in der vorgesehenen Farbe eingefärbt. Die nächste Räumlichkeit war die alte Schlichterei. Hier wurden die Zettelbäume in den Schlichtstuhl gelegt. Die Zettelbäume bildeten nachdem Schlichtebad eine Webkette, die im Webstuhl eingelegt werden konnte.


Fotos aus dieser Hecking-Zeit zeigt das Heimathaus in einer Ausstellung auch wieder am Sonntag, 5. Februar, von 14 bis 18 Uhr. Die Fotoausstellung ist bis zum 5. März zu sehen. Vereinbarung von Sonderführungen unter Telefon 0 59 73 - 4376 oder 4305.

Lesen Sie den ganzen Bericht mit vielen Fotos in der MV von Samstag, 4. Februar

VON ERICH KURKKERT


04 · 02 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
PROSPEKTE
Derzeit liegen keine Prospekte vor.


FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette