„Es muss mehr Geld fließen“

Bürgermeisterkandidat Georg Beckmann stellte sich den versammelten Landwirten beim CDU-Landwirte-Forum im Saal der Gaststätte Breckweg in Hauenhorst vor und diskutierte über den Ausbau von Wirtschaftswegen.
Bürgermeisterkandidat Georg Beckmann stellte sich den versammelten Landwirten beim CDU-Landwirte-Forum im Saal der Gaststätte Breckweg in Hauenhorst vor und diskutierte über den Ausbau von Wirtschaftswegen.
(Foto: Nienhaus)


Rheine-Hauenhorst. CDU-Bürgermeisterkandidat Georg Beckmann wähnte sich bei einem Heimspiel: „Landwirtschaft - da bin ich zu Hause“, betonte er beim Landwirteforum, zu dem die CDU-Stadtunion am Sonntagvormittag in die Gaststätte Breckweg in Hauenhorst eingeladen hatte. Beckmann verwies auf seine langjährigen Erfahrungen als Bürgermeister in der ländlich geprägten Gemeinde Südlohn und zuvor als Justiziar beim Landwirtschaftsverband.

Ein wenig litt die politische Veranstaltung unter der Konkurrenz der gleichzeitig stattfindenen Feierlichkeiten zum Geburtstags von Pfarrer Hermann Otto (siehe Bericht auf der 4. Lokalseite), aber rund 35 Landwirte fanden den Weg in den Saal Breckweg. Ihnen stellte die Rheiner CDU schwerpunktmäßig die Ausbauplanungen für die Wirtschaftswege vor, die im Rahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung gefördert werden sollen. „Mich wundert, dass die Rheiner Stadtverwaltung offensichtlich noch nicht mit den betroffenen Landwirten gesprochen hat“, meinte der CDU-Bürgermeisterkandidat angesichts schon recht weit fortgeschrittener Planungen.


Dies empfand auch der CDU-Sprecher im Bauausschuss, Hermann-Josef Kohnen, so: „Wir haben von daher die Beschlussfassung im Bauausschuss noch verschoben und wollten zuerst das Gespräch mit den Landwirten führen“, sagte er. Allerdings drängt auch jetzt die Zeit, denn das Thema steht bereits am Dienstag auf der Tagesordnung im Haupt- und Finanzausschuss und soll in der nächsten Ratssitzung am 30. Juni beschlossen werden.

Mit Blick auf die Projektliste, die Stadtunions-Vorsitzender Josef Niehues vortrug, entzündete sich einige Kritik aus Reihen der Landwirte. „Da sind einige Straßen enthalten, die sicherlich kaputt sind, aber auf denen auch nicht viel Verkehr stattfindet“, meinte ein Sitzungsteilnehmer, aus dessen Sicht die viel befahrenen Straßen im Außenbereich Priorität genießen müssten.

Alfons Beckmann regte an, sich auch Teilstücken von Wirtschaftsstraßen zu widmen, die besonders beschädigt seien. „Auf der Liste der Verwaltung stehen doch eher die etwas längeren Straßen“, meinte er.

Ortslandwirt Martin Plenter verwies darauf, dass es ein Gespräch der Landwirte mit Bürgermeisterin Angelika Kordfelder gegeben hätte. „Da erging an uns die Aufforderung, eine Prioritätenliste zu erstellen“, berichtete er. Dies hätten die Landwirte aber abgelehnt. „Die Liste wäre so lang geworden, dass sich diese Projekte gar nicht hätten finanzieren lassen“, meinte Plenter.

Dass für den Ausbau der Wirtschaftswege aus Mitteln des Konjunkturprogramms mehr Geld fließen müsse, darüber waren sich die CDU-Vertreter mit den Landwirten einig. „Wir werden eine Aufstockung der Mittel beantragen“, versprach Josef Niehues.

Bürgermeister-Kandidat Beckmann gab keine konkreten Zusagen für künftige Investitionen, versprach den Landwirten aber: „Falls ich gewählt werde, bleibe ich mit Ihnen im Gespräch.

VON PAUL NIENHAUS

14 · 06 · 09




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