Rheine. Die Linke wird bei der Kommunalwahl am 30. August in Rheine nicht für den Stadtrat kandidieren. Die Partei hat es nach eigenen Angaben nicht geschafft, bis zum Stichtag am 13. Juli einen Wahlvorschlag einzureichen. Trotz wachsender Mitgliederzahlen und vieler Aktivitäten im Europawahlkampf habe der Zulauf nicht gereicht, um alle 22 Wahlbezirke qualifiziert zu besetzen, teilte der Kreisvorstand mit. "In Rheine haben uns bei der Europawahl fast 900 Menschen gewählt. Gerne hätten wir ihnen auch für Rheine eine soziale Alternative zu den bestehenden Parteien angeboten. Nun findet man uns hier nur auf dem Stimmzettel für den Kreistag", sagte Kreissprecher Andreas Neumann.
"Wir werden die kommenden fünf Jahre nutzen, um unsere Partei aufzubauen, mehr aktive Mitglieder zu gewinnen und mit außerparlamentarischen Aktivitäten auf uns aufmerksam zu machen", erklärte Sprecherin Annette Floyd-Wenke. Kommunalpolitisch werde man sich auf die drängenden sozialen Probleme in Rheine wie Arbeitslosigkeit, Armut, Hartz IV und soziale Ausgrenzung konzentrieren. "Selbstverständlich wird die Linke dennoch in Rheine aktiv im Kommunalwahlkampf auftreten", sagte Heribert Röder. Schließlich kandidierten auf der Reserveliste für den Kreistag fünf Linke aus Rheine und Mesum."