Nagelschmidt wagt den Sprung über den großen Teich


Engelbert Nagelschmidt hat wieder das Fernweh gepackt. In wenigen Tagen startet er Richtung USA, um dort die Ostküste auf dem „East Coast Greenway“ entlangzuradeln.
Engelbert Nagelschmidt hat wieder das Fernweh gepackt. In wenigen Tagen startet er Richtung USA, um dort die Ostküste auf dem „East Coast Greenway“ entlangzuradeln.
(Foto: Rapreger)


Rheine. Engelbert Nagelschmidt hat wieder das Fernweh gepackt. Diesmal setzt der begeisterte Radwanderer aus dem Schotthock zum großen Sprung über den Atlantik an. „Nächste Woche Montag geht es los“, kündigt er an und freut sich schon auf den Flug nach Miami/Florida. Von dort aus macht sich Nagelschmidt gemeinsam mit seinem bewährten Partner Klaus Giesenkirchen aus Münster auf den Weg, um die mehr als 4000 Kilometer des „East Coast Greenways“ zu erradeln. Rund sieben Wochen wollen sich die Radtouristen für ihre Mammuttour Zeit lassen.

Diese neue Radwegeverbindung, die sich noch im Aufbau befindet, führt entlang der US-amerikanischen Ostküste von Key West/Florida bis Calais, einem Grenzstädtchen des Bundesstaates Maine. „Ich habe von dem Projekt gelesen und mich sofort dafür begeistert“, sagt Nagelschmidt.


Denn eigentlich passt das Radfahren nicht zum Bild, das man sich gemeinhin vom US-Amerikaner macht. „Eigentlich erledigen die Amis ja alles mit dem Auto“, sagt Nagelschmidt. Aber auch in Amerika ist angesichts des Klimawandels ein Umdenken im Gange. „Man will jetzt ganz gezielt die Menschen dazu bringen, das Fahrrad zu benutzen“, sagt der Rheinenser.

Um das Reisebudget einigermaßen zu schonen, sind Nagelschmidt und Giesenkirchen dem Verein „Warmshowers“ beigetreten, der kostenlose Übernachtungen in Gastfamilien ermöglicht. „Im gegenzug müssen wir uns verpflichten, selber auch Radwanderer bei uns zuhause aufzunehmen“, erläutert Nagelschmidt das Prinzip.

Weil seine Radtouren bis jetzt oft mit Benefizaktionen verbunden waren, hat er sich auch für dieses Mal etwas überlegt. „Für jede kostenlose Übernachtung werde ich fünf Euro für die Kita St. Bonifatius spenden“, kündigt er an.

VON PAUL NIENHAUS


17 · 03 · 10





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