Lindenstraße: Baubeginn im Oktober


Auf den Bahnseitenflächen beginnen im Oktober die Bauarbeiten.
Auf den Bahnseitenflächen beginnen im Oktober die Bauarbeiten.
(Foto: Grothues)


Rheine. Ab Oktober geht es rund an der Lindenstraße, denn dann beginnen die Bauarbeiten an den ehemaligen Bahnflächen. Dies gaben der Fachbereichsleiter für Planen und Bauen bei der Stadt Rheine, Werner Schröer, und Projektmanager Andre Löckener auf einer Sitzung des Stadtteilbeirates Dutum/ Dorenkamp am Dienstag bekannt.

Nachdem mit einigen Schwierigkeiten und Verzögerungen die Gleise auf dem alten Bahngelände entfernt und zum Teil verlegt worden sind, hat nun die Ausschreibung der Flächen und damit die Suche nach Investoren begonnen. „Ein Gewerbegebiet mit hochwertigen Büroflächen auf den Bahnflächen und Gastronomie im Eingangsbereich des Bahnhofs soll entstehen“, beschwichtigt Löckener die Befürchtungen der Anwohner, dass schwere Industrie oder Ein-Euro Läden sich im Zentrum ansiedeln könnten. Zudem sei durch die Ansiedlung des Gewerbes sogar ein Lärmschutz gegen den Zugverkehr für die Lindenstraße gegeben. Es werden jedoch noch einige Investoren gesucht für die Flächen, die bei 90 bis 140 Euro pro Quadratmeter liegen. Auch Stadtbeiratsvorsitzender Burkhard Hanke bekräftigt den Wunsch nach Investoren, um die Bahnfläche mit Leben zu füllen.


Zukunftsmusik ist noch die Idee, dass eine Fahrradstation ähnlich der am Kardinal-Galen-Ring auch auf der gegenüberliegenden Bahnhofsseite entstehen könnte. „Aber wie gesagt, das ist noch nicht spruchreif“, sagte Schröer.

Für die alte Triebwagenhalle und den Bahnhofsteil Richtung Lindenstraße sind schon die ersten Pläne und Zeichnungen auf dem Tisch. Klar ist schon, dass der dritte Bahnsteig für den Zugverkehr nach Münster wieder geöffnet wird. Für den vierten Bahnsteig könne man sich vorstellen, dass dieser ein Museumsbahnsteig wird.

Mit dem Durchstich zur Lindenstraße ist schon begonnen worden, dieser soll im Februar 2011 fertiggestellt werden. Dann soll der Tunnel immer 15 Minuten nach dem letzten und vor dem ersten Zug geöffnet werden. Für die Triebwagenhallen fehlen nach wie vor Investoren, geplant ist jedoch eine Glasdachhalle, durch die man die Lindenstraße erreichen kann. „Investoren, die sich frühzeitig melden, könnten auch noch bei der Gestaltung der Innenräume mitwirken“, sagte Schröer. Fertigstellung ist voraussichtlich nicht vor 2012.

Auch Rheine R war Thema der Sitzung. Es fehlt jedoch weiterhin die Bestätigung der Fördergelder durch das Land. Geplant ist auch hier ein Gewerbegebiet mit leichtem Gewerbe, dessen Verkehr über eine Querstraße vom Münsterlanddamm zur Hauenhorster Straße fließen soll. Durch eine Unterführung soll die Verbindung der Straßen über die Gleisstrecke Rheine- Münster gelöst werden.

Durch das Projekt werden 14 Hektar Nettobaufläche gewonnen. Die Kosten hierfür betragen 15 Millionen Euro, wobei die Landesförderung 70 Prozent übernehmen soll. „Der ehemalige Lockschuppen und die Biotope sollen in einer Art erhalten bleiben“, so Schröer.

VON VERENA GROTHUES


01 · 09 · 10





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