Stadt lehnt Erweiterung des Kalkabbaus ab


Die Stadt Rheine lehnt den Kalkabbau auf den beiden Flächen östlich der B70 (rechts im Bild) ab.
Die Stadt Rheine lehnt den Kalkabbau auf den beiden Flächen östlich der B70 (rechts im Bild) ab.
(Quelle: Stadt Rheine)


Rheine. Trotz des „Badesee-Bonbons“ sollen die Kalkwerke Breckweg ihren Abgrabungsbereich nicht auf dem Gebiet der Stadt Rheine ausweiten. Dafür haben sich gestern Abend die Mitglieder im Stadtentwicklungsausschuss „Planung und Umwelt“ einstimmig ausgesprochen.

Die Politik folgte damit einer Empfehlung der Verwaltung.
In einer „hervorragenden Sachdarstellung“ - Original-ton des Ausschussvorsitzenden Horst Dewenter (CDU) - war die Verwaltung zum Ergebnis gekommen, dass die „negativen Auswirkungen“ überwiegen.
Die Firma Kalkwerke Breckweg will die Ausgrabungsflächen ausweiten. Geplant ist ein Abbaugebiet, das rund 70 Hektar umfasst und in vier Abschnitte untergliedert ist, wobei sich die sogenannten Flächen Thieberg II und Thieberg III b zwischen Ludwig-Dürr- und Haselnussstraße befinden. Als Folgenutzung für den Bereich Thieberg II bot die Firma Breckweg einen Badesee an.


Zwar begrüße die Stadt Rheine aus „stadtplanerischer Sicht“ generell die Errichtung eines Badesees, weil es in Rheine keinen Badesee gibt, der zu Fuß oder schnell mit dem Rad zu erreichen ist. Dennoch lehnt die Verwaltung die Abgrabung auf Rheiner Gebiet ab.

Die Gründe:
- Die Anwohner in Dutum und Dorenkamp befürchten Lärm, Verunreinigung und Vandalismus.

- Durch den See könnt eine Flachwasserzone entstehen. Die dadurch angelockten Wasservögel könnten den Flugbetrieb der Heeresflieger stören.

- Ungewisse Zeitrahmen: Es ist offen, wann der Badesee genutzt werden kann.

- Das Unternehmen habe sich bislang nicht auf die Abgrabungstiefe festgelegt.

VON MATTHIAS SCHRIEF


01 · 09 · 10





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