Rheine-Mesum. Über 800 Besucher fanden am Samstag den Weg auf das sechste Mesumer Trosse-Kult-Festival und rockten die „Hohe Heide“ auf dem Gelände der Gaststätte Beckmann.
Open Air ist das Stichwort: Wie abhängig so ein Festival vom Wetter ist, mussten vergangenes Wochenende erst die Veranstalter vom My.Festival in Neuenkirchen feststellen. Doch die Mesumer hatten Glück und konnten sich über einen sonnigen ersten Samstag im September mit Live-Musik von zehn verschiedenen Bands freuen. „Tolles Festivalwetter. Die Leute haben sich auf die Wiese gesetzt und die Sonne genossen“, sagte David Rott, Organisator und Mitglied im gemeinnützigen Trosse Kult Verein, der 2004 von zehn musikinteressierten Mesumern gegründet wurde, um jährlich ein Open-Air-Festival in Mesum zu veranstalten. Die Musikrichtung bietet das komplette Programm aus dem Bereich „Alternativ“: „Von knackigem Rock'N'Roll über Ska bis Punk: Eine gesunde Mischung für jedes Alter und jeden Geschmack“, fasste David Rott zusammen.
Am Nachmittag wurde den drei Nachwuchsbands, „Knights of the Sun“, „Grenzwert“ und „Venus in Beton“, die im Mai beim Trossekult Bandcontest gewonnen hatten, die Chance gegeben, auf einer großen Bühne aufzutreten und sich vor breitem Publikum einen Namen zu machen. Doch auch etablierte Rockbands aus dem Ausland, wie Triggerfinger aus Belgien, nutzen Festivals wie das Trosse-Kult-Festival, um in der deutschen Rockszene Fuß zu fassen. Bei Insidern als heimlicher Headliner gehandelt, zeigten die Altrocker eine mitreißende Performance und dürften spätestens seit Samstag in aller Munde sein.
Headliner in diesem Jahr waren die Jungs von Jupiter Jones, die ihr Können schon vor zwei Jahren auf dem Mesumer Open-Air unter Beweis stellten und mittlerweile eine echte Fangemeinde in Mesum gefunden haben. Die Menge bewies sich als textsicher und übernahm ohne Probleme Songparts von Jupiter Jones-Sänger Nicholas Müller, der sich freute, das letzte Konzert der Band für dieses Jahr in Mesum zu spielen.
Für stimmungsgeladene Überbrückungsmusik zwischen den Gigs sorgte die Cover-Band „Know How“ auf einer Nebenbühne. Bis 24 Uhr spielten Jupiter Jones, bevor auf der After-Show-Party kultige „Trosse-songs“ von U2 oder The Police aufgelegt wurden und den Freunden des rockigen Musikgeschmacks einheizten.
„Ein voller Erfolg“, resümierte David Rott bei den Aufräumarbeiten mit den Helfern, die großen Anteil daran hatten, dass das Festival auch in diesem Jahr ohne Probleme über die Bühne ging.