Hafenerweiterung: Rheine soll mit ins Boot


Im Beisein einiger Lokalpolitiker unterzeichneten Andreas Kaiser, Bernhard Hummeldorf und Hermann Bröring (v.l.) den Gesellschaftsvertrag.
Im Beisein einiger Lokalpolitiker unterzeichneten Andreas Kaiser, Bernhard Hummeldorf und Hermann Bröring (v.l.) den Gesellschaftsvertrag.
(Foto: Kampferbeck)


Rheine/Spelle. Auf dem Weg zu einem interkommunalen Hafen in Spelle-Venhaus haben die Initiatoren einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Samtgemeinde Spelle, die Gemeinde Salzbergen und der Landkreis Emsland haben am Dienstag den Gesellschaftsvertrag für eine Entwicklungsgesellschaft unterzeichnet. „Das ist ein bedeutungsvoller Akt“, sagte der emsländische Landrat Hermann Bröring (CDU) bei einer kleinen Feierstunde im Ratssaal von Spelle.

Die geplante Hafenerweiterung (unsere Zeitung berichtete) schaffe den Rahmen für eine langfristige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. Dabei soll auch Rheine mit einbezogen werden, wie alle Beteiligten am Dienstag unisono erklärten. „Das ist hier keine geschlossene Veranstaltung. Wir sind offen für weitere Gesellschafter wie etwa die Stadt Rheine“, sagte Bröring. Falls alle an einem Strang zögen, werde der Hafen gewaltig wachsen.


Davon geht auch der Speller Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf (CDU) aus. „Wir werden alle davon profitieren“, sagte Hummeldorf. Er lud dabei explizit die Stadt Rheine ein, sich an der interkommunalen Gesellschaft zu beteiligen. „Wir müssen unbedingt Rheine mit ins Boot nehmen“, sagte der Samtgemeindebürgermeister.

Genau dies sieht auch der Gesellschaftsvertrag vor. „Die Aufnahme weiterer Gesellschafter ist erwünscht“ heißt es dort. Zu Geschäftsführern der neuen Gesellschaft wählte die Gesellschafterversammlung die beiden Bürgermeister Andreas Kaiser und Bernhard Hummeldorf.

Inzwischen laufen nach Auskunft von Rheines Stadtsprecher Bernd Weber bereits Verhandlungen über eine Beteiligung der Emsstadt an der neuen Entwicklungsgesellschaft. „Es macht viel Sinn, die Interessen zu bündeln“, sagte Weber. Die Verhandlungen führe dabei die städtische Wirtschaftsförderung EWG.

Nach Auskunft von Hummeldorf sei auch die Politik im Boot. So habe bereits die Rheiner CDU-Fraktion Spelle in Sachen Hafenerweiterung einen Besuch abgestattet. Dabei hätten alle Beteiligten die Notwendigkeit der interkommunalen Zusammenarbeit unterstrichen.

VON JENS KAMPFERBECK


15 · 09 · 10



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