Rheine. Zehn Millionen Euro fehlen im Haushalt 2011 der Stadt Rheine. Die Emsstadt muss sparen - und zwar in allen Fachbereichen. „Museen einmotten und warten, bis wieder Geld für den Luxus über ist“, schlug ein Bürger bei einer Informationsveranstaltung zur prekären Haushaltslage am 20. Januar im Josef-Winckler-Zentrum vor. Da könne man 895 000 Euro pro Jahr sparen. Weitere Vorschläge: Das Kloster als Hotel führen oder die Zuschüsse für die städtischen Theater- und Konzertveran-staltungen von jährlich 131 000 Euro komplett streichen.
Ganz so radikal ging der Kulturausschuss das Thema in der Sitzung am Donnerstag nicht an. Denn wo immer der Rotstift angesetzt wird, ist mit Protesten zu rechnen. Deshalb gab sich die CDU-Fraktion in der Sitzung auch äußerst zurückhaltend und wollte das „Streichgeschäft“ am liebsten ganz der Verwaltung überlassen. „Das ist Ihr Bier!“ sagte Udo Bonk (CDU) dem neuen Beigeordneten Axel Linke klipp und klar. Es ging um gestiegene Bewachungskosten, die eine Deckungslücke von 18 000 Euro in den Museumshaushalt reißen.
Sparvorschlag der SPD: Öffnungszeiten des Museums Kloster Bentlage weiter kürzen. (O-Ton Falk Toczkowski: „In Anbetracht des Defizits sind das aber eigentlich Peanuts“. Darauf Marianne Helmes (CDU): „Stimmt, wir müssen ans Eingemachte“.) Ans Eingemachte wollten indes aber weder CDU noch SPD gehen. Beigeordneter Axel Linke sagte schließlich zu, die 18 000 Euro irgendwo einzusparen. Linke: „Wo genau, können wir jetzt noch nicht sagen.“