Rheine. Thomas Wiegold, einer der bundesweit bekanntesten Internet-Blogger in Sachen Bundeswehr, hat am Wochenende seinen Blick auf den Fähigkeitstransfer der CH-53-Hubschrauber vom Heer zur Luftwaffe gelenkt. Wiegold belebt die Diskussion um Sinn und Unsinn des Transfers indes nicht mit neuen Argumenten. Der ehemalige Redakteur des Magazins Focus weist in seinem Blog-Beitrag „Ziemlich deutsch“ darauf hin, dass sein Blogger-Kollege Andreas Bunning, der sich sachkundig und fundiert mit dem Thema CH-53-Hubschrauber beschäftigt, einige seiner Beiträge wieder aus seinem Blog entfernt hat.
Möglicherweise entfernen musste: Bunning, Verfasser des CH-53-Blogs, ist Soldat. Wiegold bezeichnet Bunning als „Kenner des Waffensystems CH-53, der bisweilen auch recht kritische Fragen publizierte“.
Weiter weist Wiegold darauf hin, dass offenbar Paragraf 14 des Soldatengesetzes (SG / Verschwiegenheitspflicht) zum Löschen der Beiträge geführt hat. Unter den über 40 Kommentaren der Wiegold-Meldung sind etliche, die - zum Teil anonym - im Zusammenhang mit diesem Thema eine „nicht vorhandene Diskussionskultur bei der Bundeswehr“ beklagen. Zudem wird die Vermutung geäußert, „dass die Führungsebenen nicht öffentlich mit den unbequemen und berechtigten Einwänden der Betroffenen zum sagenhaften Fähigkeitstransfer CH-53 zur Luftwaffe konfrontiert werden möchten.“ Dieses Ding solle, so heißt es weiter, „um jeden Preis durchgezogen werden, damit jetzt keiner, der an dieser sehr fragwürdigen Entscheidung beteiligt war, sein Gesicht verliert.“
Mit Hinweis auf Paragraf 14 SG wollte sich Bunning auf MV-Anfrage zum Thema nicht äußern.
http://augengeradeaus.net/2012/01/ziemlich-deutsch/