Neujahrsempfang des Bundeswehrstandortes

Schon kommende Woche beim Minister?


Beim Neujahrsempfang der Bundeswehr: Oberst Werner Salewski, Landrat Thomas Kubendorff, Bürgermeisterin Angelika Kordfelder und Sparkassenvorstand Hans-Jörg Buschkühle.
Beim Neujahrsempfang der Bundeswehr: Oberst Werner Salewski, Landrat Thomas Kubendorff, Bürgermeisterin Angelika Kordfelder und Sparkassenvorstand Hans-Jörg Buschkühle.


Rheine. Das Expose des Kreises Steinfurt mit Argumenten gegen eine Verlegung des Heeresfliegerregimentes aus Rheine wird Verteidigungsminister Thomas de Maizière wahrscheinlich in der kommenden Woche in Berlin übergeben. Das sagte Landrat Thomas Kubendorff am Mittwochabend beim Neujahrsempfang des Bundeswehrstandortes Rheine in der Stadtsparkasse.

„Ich habe heute zweimal mit dem Leiter des Ministerbüros telefoniert. Wir werden wahrscheinlich in der kommenden Woche einen Termin bekommen. Ich hoffe, dass das klappt“, sagte Kubendorff unter dem Beifall der Gäste im Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse. Das Expose will Kubendorff gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Regionalrates bei der Bezirksregierung, Wettringens Bürgermeister Engelbert Rauen, und Rheines Bürgermeisterin Angelika Kordfelder an den Verteidigungsminister persönlich überreichen.


Die Hiobsbotschaften vom Oktober vergangenen Jahres und die Protestveranstaltung am Montagabend in der Stadthalle prägten den traditionellen Neujahrsempfang der Bundeswehr. „Die Veranstaltung hat doch gezeigt, welch breiten Rückhalt die Bundeswehr in Rheine und in der Region hat. Das war ein ganz starkes Signal“, sagte Kubendorff. „Ich bin auch überzeugt davon, dass unsere Argumente richtig sind“, betonte der Landrat weiter.

„Die Bundeswehr war das zentrale Thema im vergangenen Jahr. Kommt es zum Abzug, hätte das immense Folgewirkungen auf Stadt und Region“, sagte Bürgermeisterin Angelika Kordfelder. Sie habe große Erwartungen am vergangenen Montag bei der Protestveranstaltung an das Ministerium hinsichtlich der Hintergründe der Entscheidung gehabt. „Diese Erwartung ist nicht erfüllt worden“, sagte Kordfelder weiter.

Sehr verhalten in seiner Kritik an der Standortentscheidung war der Gastgeber des gestrigen Abends, Oberst Werner Salewski, der Regimentskommandeur des Transporthubschrauberregimentes in Bentlage. „Als Standortältester und Kommandeur bin ich sehr betroffen, da unsere gemeinsamen Bemühungen um den Standorterhalt, im politischen und militärischen Bereich gleichermaßen intensiv geführt, nicht zu dem Ergebnis geführt haben, welches wir uns alle gewünscht hätten“, sagte der Kommandeur. Weiter ließ Salewski sich nicht ein: „Wer mehr von mir erwartet hatte, den muss ich enttäuschen. Der Zuspruch aus der Bevölkerung und die Anteilnahme führten den Soldaten jedoch vor Augen, „dass wir in Rheine nicht nur auf dem Papier, sondern auch in den Herzen der Menschen ein Teil der Gesellschaft sind“.

Für das anschließende gemütliche Beisammensein wünschte Salewski ausdrücklich, dass nicht nur die Bundeswehr ein Thema sein möge, sondern auch die außerordentlich erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Steinfurt. . .

VON REINER WELLMANN


19 · 01 · 12



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