Projekt Kunst: Der Kopf alleine reicht nicht aus


Das strahlende Mädchengesicht mit dem grünen Apfel, gemalt von einer 17-jährigen Schülerin des Gymnasiums „Johanneum“ in Wadersloh, davor links Thorsten Müller (Kunstpädagoge in Münster) rechts Marianne Helmes und Martin Rehkopp.
Das strahlende Mädchengesicht mit dem grünen Apfel, gemalt von einer 17-jährigen Schülerin des Gymnasiums „Johanneum“ in Wadersloh, davor links Thorsten Müller (Kunstpädagoge in Münster) rechts Marianne Helmes und Martin Rehkopp.


Rheine. „Projekt Kunst - Der Kopf alleine reicht nicht aus“ - die Ausstellung von Schülern und Lehrern sorgt seit Sonntag im Kloster Bentlage für Aufsehen. Das ganzheitliche kunstpädagogische Konzept am Gymnasium Johanneum Wadersloh aus der Hand des Kunstlehrers und Künstlers Werner Schlegel ist sehenswert, zu dieser Erkenntnis kamen zahlreiche Gäste, die an der Eröffnung der Ausstellung teilnahmen.

Die Werke hängen und stehen in der Ökonomie, in den Kreuzgängen sowie im Salon des Klosters. Werner Schlegel selbst war verhindert, so dass sein Autor Thorsten Müller ihn würdig vertrat. „Die Schüler stehen immer im Mittelpunkt, die sagen das nicht nur, die machen das“, hob er die künstlerische Leitung am Gymnasium in Wadersloh hervor. Elementare Voraussetzung dafür sei es, „den Schüler ernst zu nehmen.“


„Nicht einfach Fachkenntnisse überstülpen, sondern erforschen, was bringen die Schüler mit“. Dabei verwies der Kunstlehrer, der am Gymnasium St. Mauritz in Münster tätig ist, insbesondere auf die Aussagekraft der Selbstbildnisse von Schülern mit ihrem Lieblingsgegenstand. Er erzählte aus seiner Referendarzeit bei Werner Schlegel, dass es für den renommierten Künstler von größter Wichtigkeit sei, die Räume animierend und zweckmäßig zu gestalten. „Wadersloh ist ein kleines verschlafenes Nest mit dem Gymnasium als „Lebensmittelpunkt für Schüler“, im Bereich Kunst auch für Externe.

Als Autor gestaltete Thorsten Müller den Katalog zu dem „Projekt Kunst“, in dem die Kunst und der Kunstunterricht von Werner Schlegel nachvollziehbar mit DVD dokumentiert werden. Dieser Katalog begleitet die Wanderausstellung der Schüler durch sechs Museen in NRW.

Bürgermeisterin Marianna Helmes hob in ihrer Begrüßungsrede hervor, dass Rheine ein großes Forum für kunstpädagogische Aspekte biete. 6000 Schüler profitierten jährlich von den Projekten im Falkenhof und im Kloster Bentlage. Sie erinnerte an Kunstleistungsprojekte mit den drei Gymnasien in der Emsstadt, deren Vertreter an der Eröffnung teilnahmen. Ganz besonders freute sie sich über die Anerkennung der Landesregierung Düsseldorf, „die Rheine schon zwei Mal für ihre kunstpädagogische Qualität ausgezeichnet hat“.

In den Haupträumen der Ökonomie sind die Werke ehemaliger Schüler und inzwischen anerkannter Künstler des „Johanneum-Gymnasiums“ in Wadersloh zu sehen: Nicolas Heiringhoff, Ute Hindahl und Jan Koschinowski. Letzterer ist Innenarchitekt in Münster, seine Arbeiten sind fotografisch festgehalten. Im Nebenraum hängen interessante und zum Teil preisgekrönte Arbeiten junger Schüler, die inzwischen Kunst studieren. Martin Rehkopp zeigte auf ein bemerkenswertes Mädchenbild mit leuchtenden Augen auf einen grünen Apfel gerichtet, „die Schülerin war 17, als sie es malte“. Den Schulterschluss zwischen Kunst und Kunstpädagogik beschrieb er knapp und präzise: „Von nix kommt nix“.

VON MONIKA KOCH


29 · 01 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
PROSPEKTE
Derzeit liegen keine Prospekte vor.
AKTUELLE FOTOSTRECKEN


TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette