Rheine. Auf dem Alten Friedhof an der Salzbergenerstraße ziehen demnächst neue Bewohner ein: Mithilfe von einigen Schülern der Grüterschule Rheine wurden gestern Morgen einige Nistkästen dort angebracht. Diese Maßnahme soll den vor einigen Jahren grundlegend restaurierten Friedhof noch attraktiver machen.
Der Alte Friedhof steht unter Denkmalschutz. Viele bekannte Persönlichkeiten, die eng mit der Geschichte der Emsstadt verbunden sind, sind hier bestattet worden. Der im Jahre 1807 eingeweihte Friedhof wurde in den sechziger Jahren umgewidmet und zu einem Park umgestaltet. Da der Park mit den Jahren ziemlich verwildert war, gründete sich vor rund zehn Jahren der Förderverein „Alter Friedhof“, der sich der Wiederherstellung der Anlage widmete. Dabei halfen Schüler der Grüterschule. Im Rahmen einer AG pflegen sie regelmäßig den Park. Verwitterte Grabsteine wurden restauriert, Grabstätten und Wege neu hergerichtet, der ganze Friedhof bekam ein neues, frischeres Image verpasst. Die vielfältigen Projekte des Fördervereins wurden auch durch Spenden von Bernd Windhoff, Vorsitzender des Fördervereins, finanziert.
Leider werde die Anzahl der nistenden Vögel in lokalen Parks immer geringer, sagte Werner Schneyink vom Deutschen Bund für Vogelschutz. Hier setzt die Arbeit des Fördervereins an. In Zusammenarbeit mit der AG der Grüterschule wurden gestern 20 Nistkästen für verschiedene Vogelarten angebracht. Geleitet wird die AG von Rudolf Korthues und seiner Kollegin, Frau Bonk, Lehrer der Grüterschule, die tatkräftige Unterstützung leisteten.
Das Konzept „Kennenlernen, wiedererkennen und wertschätzen“, entwickelt im Rahmen des Stadtteilwettbewerbs 2011 von Werner Schneyink und Joachim Staats von „Spektrum 88“, will den Park für die Vögel attraktiver gestalten. Dabei lernen die Schüler die Vögel besser kennen. Das Gleiche gilt natürlich für die Besucher des Parks. „Denn nur was man kennt, wird man auch schützen“, sagte Werner Schneyink.
Die Grüterschule wird auch in nächster Zeit neue Projekte für die Umwelt und Natur in Angriff nehmen. Eines dieser Projekte wird laut Korthues die Neuanpflanzung von Büschen sein.

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