Rheine/Greven. Eine Massenschlägerei und Messerstecherei am 4. September 2009 am Bahnhof in Emsdetten zwischen zwei Gruppen Kurdisch-Stämmiger aus Rheine und Türkisch-Stämmiger aus Greven wurde am Montag beim Jugendschöffengericht in Rheine verhandelt. Am Ende stellte das Gericht die Verfahren gegen die acht jungen Leute aus Greven wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung nach einem internen Rechtsgespräch ein, weil die Beweislage zwei Jahre später schwierig war, weil alle Angeklagten sagten, die Gruppe aus Rheine habe zuerst angegriffen, weil zwei Grevener durch Messerstiche erheblich verletzt wurden, weil der Großteil der Grevener strafrechtlich sauber war und weil der Jugendgerichtshelfer keinen Erziehungsbedarf bei ihnen sah.
Das Verfahren gegen die Gruppe Kurdisch-Stämmiger aus Rheine steht noch in diesem Monat zur Verhandlung an. Auf Anfrage sagte der Richter, dass sie „so gut wie gar nicht verletzt wurden“. Den Grevenern legte die Staatsanwaltschaft Schläge und Tritte zur Last.