Erhalt des Bundeswehrstandortes Rheine-Bentlage Mit Lokal-Video

„Wir brauchen jetzt Hannelore Kraft“


Halten das Exposé zum Erhalt des Bundeswehrstandortes Rheine in den Händen: Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Rheines Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder und Engelbert Rauen als Vorsitzender des Regionalrates (v.l.).Fotos:
Halten das Exposé zum Erhalt des Bundeswehrstandortes Rheine in den Händen: Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Rheines Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder und Engelbert Rauen als Vorsitzender des Regionalrates (v.l.).Fotos:
(Sven Rapreger)


Kreis Steinfurt/Rheine - Kostenneutral solle die Verlegung der CH-53-Transporthubschrauber vom Heer in Rheine-Bentlage zur Luftwaffe nach Holzdorf-Schönewalde in Brandenburg erfolgen. Diese Position hatte das Bundesverteidigungsministerium im Sommer vergangenen Jahres vertreten. Inzwischen gibt das Ministerium 82 Millionen Transferkosten zu. Und es könnten noch mehr werden. Einer Schätzung des Bundeswehr-Interessenverbandes IGTH von 250 Millionen Euro hat das Ministerium bislang nicht widersprochen. Der Steuerzahler bekomme für diese Millionensummen keinen Leistungszugewinn, sagte IGTH-Vorsitzender Reinhard Schlepphorst am Montagmorgen im Rathaus in Rheine. Im Gegenteil: Der Fähigkeitstransfer werde die bereits beschränkte Einsatzfähigkeit der CH-53-Hubschrauber beim Afghanistan-Einsatz „wohl weiter verschärfen“.

„Allein aus finanziellen Gründen ist es ein Unding, die Heeresflieger-Kaserne in Rheine-Bentlage zu schließen“, sagte Kreisdirektor Dr. Martin Sommer. Seit Wochen steht der Kreisdirektor an der Spitze der Arbeitsgruppe, die alle Hebel in Bewegung setzt, um den Bundeswehrstandort in Rheine zu erhalten. Am Montag stellte die Gruppe in Rheine öffentlich das Exposé vor, das eine Delegation um Landrat Thomas Kubendorff kürzlich in Berlin Verteidigungsminister Thomas de Maizière übergeben hatte.


Sommer wies vor allem auf die transferbedingten Mehrkosten von 130 Millionen Euro hin. „Und Generalleutnant Norbert Finster hat bei seinem Besuch in Rheine vor laufender Kamera gesagt, dass die Kosten zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch gar nicht zu beziffern sind. Wir meinen, dass sich damit der entscheidungsrelevante Sachverhalt geändert hat“, sagte Sommer.


Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz in Rheine hatte die Bundestagsabgeordnete Katja Keul, Mitglied im Verteidigungsausschuss für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, mitgeteilt, dass das Verteidigungsministerium versuche, die Transferkosten zu verschleiern. Sie nannte das einen „skandalösen Vorgang“.

Die Arbeitsgruppe „Unsere Heeresflieger müssen bleiben“ habe dem Verteidigungsministerium mit dem Exposé nicht nur die deutlichen Vorteile des Standortes Rheine aufgezeigt. In dem Argumente-Papier werde auch ein „praktischer Königsweg“ aufgezeichnet, sagte Wettringens Bürgermeister Engelbert Rauen in seiner Funktion als Regionalratsvorsitzender. „Unsere Hauptzielrichtung ist es, das Hubschraubermuster CH-53 so lange am Standort Rheine zu halten, wie es bei der Bundeswehr gebraucht wird, weil das die wirtschaftlichste Form ist.“ Wie bekannt, soll das in die Jahre gekommene Waffensystem CH-53 nur noch zwischen 15 und 20 Jahre bei der Bundeswehr betrieben werden.

Zudem forderte Rauen die Unterstützung der Landesregierung in Düsseldorf ein: „Jeder, der unser Exposé liest, sieht, dass es sich lohnt, für den Standort Rheine zu kämpfen. Da muss sich jetzt auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hinter uns stellen. Wir brauchen ihre Unterstützung, denn wir haben hier kein lokales, sondern ein regionales Problem.“

Exposé unter:
http://www.kreis-steinfurt.de/

Zum Video bei herein.tv
Ein Video zum Thema finden Sie auf herein.tv




06 · 02 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
PROSPEKTE
Derzeit liegen keine Prospekte vor.
AKTUELLE FOTOSTRECKEN


TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette