Rheine/Neuenkirchen. Zur Kirmes in Emsdetten am 4. September 2009 stießen zwei Gruppen junger Männer unterschiedlicher Nationalitäten aus Greven, Rheine und Neuenkirchen aufeinander. Mit Messern, Aschenbechern, Totschlägern, Fußtritten und Faustschlägen gingen sie aufeinander los. Es floss viel Blut. Vor zwei Wochen musste sich die Gruppe aus Greven wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten, gestern die Gruppe aus Rheine und Neuenkirchen. Sie sollen sich gegenseitig ihre „türkische bzw. kurdische Herkunft“ vorgehalten und provoziert haben, bis der verbale Streit eskalierte und einer das Messer zückte. Danach geriet die Schlägerei außer Kontrolle.
Da die Gruppe aus Greven deutlich schwerer verletzt wurde und ein 16-Jähriger noch heute unter den Auswirkungen der Messerstiche leidet, wurden ihre Verfahren ohne Auflagen eingestellt. Eine Klärung oder Zuordnung der Schläge und Tritte, die ihnen vorgeworfen wurden, wäre mit viel Aufwand verbunden und ziemlich aussichtslos gewesen (MV berichtete).